Einleitung
WMF galt mal als Hersteller für qualitativ hochwertige Produkte. Für Metall mag das auch noch teilweise gelten. Aber Elektronik scheint nicht die Kernkompetenz zu sein. Das Netz ist voll von Berichten über die kurze Lebensdauer der Geräte. Während der Garantie wird das Gerät ausgetauscht. Von Reparatur hatte ich noch nichts gelesen. Aber auf hartnäckig Nachfrage gibt es sogar Ersatzteile. Die beiden erwähnten Platinen kosten ungefähr die Hälfte eines Neugerätes. Plus Arbeitszeit, da ist klar, warum es kaum lohnt.
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Die 3 Schrauben entfernen. Auf dem Bild sieht man gut, dass das Gehäuse unten nicht wasserdicht ist.
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Bild 2 zeigt dann das Kabel-Chaos
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Bild 3 zeigt die Stromanschlüsse innen. An dieser Stelle die Warnung, da liegen 230V an. Die Phase L ist noch mal separat geschützt. Blau ist der Null-Leiter, aber Achtung, bei Schuko Steckern kann man da nie sicher sein.
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Rot schwarz ist die Stromversorgung für den LED Ring.
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Alle Stecker lösen. Die sind leider verklebt. Teppichmesser (Cutter) und gebogene Pinzette sind hilfreich
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in der Mitte sieht man den Motor. Quer dazu das Flex-Kabel für den NTC-Widerstand. Rechts oben den runden, schwarzen Piezo-Summer
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Bild 2 die Kabelverbinder sind gequetscht, die muss man mit Gefühl wieder aufquetschen. Vorher den schwarzen Schrumpfschlauch entfernen.
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Das Bedienfeld ist mit 2 Schrauben befestigt. Man benötigt dafür entweder einen gewinkelten oder kurzen Schraubenzieher. Ich habe die flexible Verlängerung genutzt. (Bild 3)
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Die Feder in der Mitte überträgt die elektrische Ladung für den kapazitiven Berührungssensor. Die LEDs sind zur Beleuchtung der Statussymbole.
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Der IC (Bild2) ist schwer zu identifizieren Chipsbank CBM 6002 ist meine Vermutung. Aber ein Datenblatt dazu habe ich nicht gefunden. Fakt ist, dass er in eingeschalteten Zustand ca. 100°C warm wird. Der ist mit hoher Wahrscheinlichkeit defekt.
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der IC ist durch den Lack fest mit der Platine verklebt. Da kann man ohne Lösungsmittel nichts reparieren.
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Die Hauptplatine ist mit 2 Schrauben befestigt. Hat man vorher die Stecker alle entfernt, die Kabelverbinder gelöst, und die Bedienfeldplatine entfernt, ist es kein Problem die beiden Schrauben zu lösen und die Platine herauszufummeln
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Links unten sieht man gelb den Übertrager, oben der kleine Würfel ist das Relais für die Heizung
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Bild 2 zeigt die Rückseite. Unten ist (vermutlich) der Prozessor. Links der Gleichrichter für das Schaltnetzteil. Orange sind die Schlitze markiert. Die trennen den Hochspannungsteil vom Niederspannungsteil der Platine ab. Bitte auch daran denken, dass die Kondensatoren die Hochspannung noch lange speichern können.
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Der uP wird im "Leerlauf" 64°C warm. Ist vermutlich nicht ok. Die Aufschrift könnte MC96F6468 sein. Aber so genau kann man das nicht erkennen
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Die 3 Schrauben entfernen und den Motor hochheben.
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Bild 2 Man sieht die Heizung im äusseren Ring. Bei der elektrischen Zuleitung sieht man die beiden Sicherungen, welche durch die beiden Metallschellen festgeklemmt sind. Oben sieht man den NTC Sensor, der mit einem Flex-Verbinder mit der Hauptplatine verbunden wird. Der wird vermutlich für die Temperaturregelung verwendet
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WARNUNG Das ist nicht zum Nachmachen. Für die Verbindung der 230V Kabel sind Wago-Klemmen sehr praktisch und sicher. Fasst die Hauptplatine nicht einfach irgendwo an, wenn sie unter Strom steht und denkt an die Kondensatoren im 230V Abschnitt der Hauptplatine.
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Ich konnte messen, dass 10 V am IC anliegen. Vermutlich ist der aber für 5V gedacht. Vermutlich ist der drop-down Spannungsregler defekt und hat spätestens dann die 5V Bausteine gekillt. Damit die ICs nicht weiter gequält werden, habe ich die beiden 10 Ohm R (roter Pfeil) mechanisch entfernt.
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Der LED Ring benötigt 10V. Der Motor liegt auf dem gleichen Spannungs-Niveau. In der Nähe der Stecker ist jeweils ein 3-Beiner, vermutlich ein MOSFET. Ob das Netzteil überhaupt noch 10V liefern, könnte ihr auch am Kondensator oberhalb des roten Pfeils prüfen. Ggf. müsst ihr zum Messen den Schutzlack entfernen.
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Die 500 W Heizung wird durch das Relais (linkes rotes Rechteck) geschaltet.
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Und nun die Idee, bei allen 3 Aktoren: LED, Motor und Heizung werden die Schalter überbrückt. Das hat zur Folge, dass die LED leuchtet, der Motor sich dreht und die Heizung heizt, sobald der Milchaufschäumer Strom erhält. Z.B. in dem man ihn auf den Sockel stellt.
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Es ist dann die Aufgabe des Benutzers, nach ca. 2 min den Strom wieder zu trennen. Z.B. in dem man den Milchaufschäumer wieder vom Sockel nimmt. Also ein typischer Quick&Dirty Hack
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Was passiert, wenn man ihn unter Strom vergisst? Schwer zu sagen. Immerhin hat die Heizung noch 2 Sicherungen, die dann hoffentlich anspringen, wenn es zu heiss wird. Ist halt wie wenn man den Milchtopf auf dem Herd vergisst.
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Ich habe noch etwas Mühe mit der Foto-Editierfunktion von iFixit. Die wollen die Bilder nur im Breitformat. Ich kann dann oft den Ausschnitt nicht sinnvoll anpassen.
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Beim 2. Bild sieht man noch den Pfeil auf die beiden 10 Ohm Widerstände. Die habe ich entfernt, um die 5V Schiene zu trennen. Damit bekommt u.a. der IC keine Stromversorgung mehr und wird nicht weiter mit 10V gequält.
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Der Lack ist ziemlich hartnäckig und stört beim Löten. Deshalb habe ich die beiden Widerstände mechanisch mit der Zange entfernt (zerstört)
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Für die Lötbrücken habe ich den Lack weggekratzt. Für die Überbrückung des Relais wurde ein kleines Stück 1,5mm Draht verwendet, dass für 230V geeignet ist
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Durch das Wegkratzen des Lackes geht sicher ein Teil des Schutzes verloren. Aber 100% versiegelt war die Platine auch vorher nicht. Die Unterseite der Hauptlatine hat nur Kontakt mit der Plastikhalterung des Motors bzw. hängt in der Luft. Grundsätzlich sollte aber kein Wasser in das Gehäuse gelangen. Was leider von unten nicht ausgeschlossen ist.
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Diese Löcher könnten auch das eigentliche Problem dieses Gerätes sein. Es suggeriert, dass man es einfach ausspülen kann, aber man muss auf die Unterseite achten. Auf alle Fälle darf man es nicht ins Wasser tauchen.
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Arbeite die Schritte in umgekehrter Reihenfolge ab, um dein Gerät wieder zusammenzubauen.