Neue Erkenntnistheorie/Kant: Kritik der reinen Vernunft
Kritik der reinen Vernunft
Kant macht in der "Kritik der reinen Vernunft" die folgenden Denkschritte:
1. Schritt: Kant unterscheidet empirische und reine Erkenntnisse.
2. Schritt: Kant unterscheidet Erkenntnisse a posteriori und a priori. Empirische Erkenntnisse sind ihm a posteriori und reine Erkenntnisse a priori.
3. Schritt: Kant unterscheidet synthetische und analytische Urteile. Synthetische Urteile sind ihm Erweiterungsurteile und analytische Urteile sind ihm Erläuterungsurteile. 4. Schritt: Kant fragt nun:
Gibt es synthetische Urteile, welche dieselbe allgemeine und notwendige Geltung haben, wie die analytischen Urteile? Oder noch knapper gefragt: Gibt es synthetische Urteile a priori?
Kant beantwortet diese Frage mit einem Ja. Er begründet dies mit Beispielen aus anderen Wissenschaften:
a) Der Satz der Mathematik 3 + 5 = 8 ist apriorisch richtig, da das Ergebnis allgemeingültig und notwendig ist. Außerdem ist der Satz synthetischer Natur.
b) Ähnliches gilt von dem Satz der Geometrie: Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist immer eine Gerade.
c) Ähnliches gilt ebenso für Den Satz der Physik: Wirkung und Gegenwirkung müssen jeder Zeit einander gleich groß sein.
Die Metaphysik fragt als Transzendental-Philosophie nach den "Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis". Zuerst wird die sinnliche Wahrnehmung untersucht und dabei werden zwei Formen reiner sinnlicher Anschauung gefunden: Raum und Zeit. Mit ihnen werden alle Empfindungen geordnet und anschließend vom Verstand zu Begriffen geformt. Bei der anschließenden Untersuchung des Denkens werden die Kategorien gefunden. Sie verbinden die Begriffe zu Urteilen und werden vom Verstand wie Stempel in die sinnliche Wahrnehmung hineingeprägt. Unser Verstandeswissen bleibt aber mit all diesen Möglichkeiten nur auf die Welt der Erscheinung beschränkt. Will der Verstand, indem er sich zur schließenden Vernunft entfaltet, unsere Welt der Erscheinungen transzendieren und nach dem Wesen der Wirklichkeit an sich greifen, verwickelt er sich in Widersprüche und gerät ins Trudeln. So muss er aufgeben und sich mit der Einsicht begnügen, dass die Ideen als Zeichen des Absoluten nicht bewiesen werden können, dass aber auch nicht auf sie verzichtet werden kann.
Wahrnehmungserkenntnis und Vosrstellungserkenntnis
Wahrnehmungserkenntnis
- Denken auf Wahrnehmung bezogen
- Wahrnehmung
- Empirismus
- Synthetische Urteile a posteriori
Vorstellungserrkenntnis
- Denken auf Vorstellung bezogen
- Vorstellung
- Rationalismus
- Synthetische und analytische Urteile "zugleich" (Transzendentale Urteile)