Neue Ethik/ Die Kant'sche Ethik
Kategorische und Hypothetische Imperative bei Kant
Die erste Formulierung des Kategorischen Imperativs bei Kant findet ich in der "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (GzMS)", und die ist im Grunde auch die Geläufigste. Sie lautet wie Folgt:
Handle immer so, dass die Maxime Deines Handelns jeder Zeit ein allgemeines Gesetz sein kann.
Man könnte es auch etwas poetischer sagen:
Handle immer so, dass die Maxime Deines Handelns jeder Zeit ein allgemeines Gesetz zu sein für sich in Anspruch nehmen kann.
Kant fragt aber nicht nur danach, was ich tun soll, sondern auch danach, was ich strikt unterlassen soll. Und da bekommt der KI von Kant ein gewisses Normenkontrollproblem. Kant argumentiert in mehreren Beispielen streng logisch. Aber bei genauem Hinsehen merkt man, dass ihm im Grunde immer ein Nichtschadensprinzip vorschwebte. Leider hat er dies nicht hinterlegt. Tatsache ist aber, dass in Kants eigenem Verständnis der Kategorische Imperativ zwei Seiten hat, eine moralethische und eine sozialethisch. Und da zeigt sich, dass Kants KI genau mit der Maxime der christlichen Ethik korrespondiert "Tue das Gute und lasse das Böse". Und das ist keine Schwäche, sondern eher eine Stärke. Leider fehlt beiden Sätzen letztendlich die Grundlage des Nichtschadensprinzips.
Der Kant'sche Ethik deckt zwei Teilethiken ab
- die Moralethik
- die Sozialethik
Die Kant'sche Ethik korrespondiert unmittelbar mit dem christlichen Sittengesetz.
- Tue das Gute, und lasse das Böse.