Neue Ethik/ Tugend
Tugend
Tugend ist das ständige Gerichtet-Sein des Willens auf einen Habitus der Seelengröße und des Seelenadels. Bei den Tugenden handelt es sich grundsätzlich um transzendentale Ideale. Tugenden gibt es praktisch beliebig viele, und wer immer eine neue Tugendlehre aufstellt, muss die Kriterien angeben, nach denen er die Tugenden auswählt. Von allen Tugenden sollen hier einmal 28 ausgewählt werden, die man getrost für brauchbar halten kann. Alle anderen Tugenden, und es gibt Hunderte von ihnen, sind praktisch ohne jede Bedeutung.
Der Katalog der 28 sinnvollen Tugenden
- 1. Die Höflichkeit
- 2. Die Treue
- 3. Die Klugheit (Weisheit)
- 4. Der Mut (Tapferkeit)
- 5. Die Mäßigung (Besonnenheit)
- 6. Die Gerechtigkeit
- 7. Die Großherzigkeit
- 8. Das Mitleid
- 9. Das Mitgefühl
- 10. Die Barmherzigkeit
- 11. Die Dankbarkeit
- 12. Die Demut
- 13. Die Einfachheit
- 14. Die Toleranz
- 15. Die Geduld
- 16. Die Ausdauer
- 17. Die Achtung
- 18. Die Zuverlässigkeit
- 19. Die Reinheit
- 20. Die Sanftmut
- 21. Die Offenheit
- 22. Die Ehrlichkeit
- 23. Die Aufrichtigkeit
- 24. Der Respekt
- 25. Der Humor
- 26. Der Glaube
- 27. Die Liebe
- 28. Die Hoffnung
Literaturhinweise
- André Comte-Sponville: Ermutigung zum unzeitgemäßen Leben. Ein kleines Brevier der Tugenden und Werte (2010)
- Martin Seel: 111 Tugenden, 111 Laster. Eine philosophische Revue. S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt 2011
- Ulrich Wickert (Hrsg.): Das Buch der Tugenden, Hoffmann und Campe, Hamburg 1995