Philosophie auf Karteikarten/ Buchstabe E
Kleines Wörterbuch der Philosophie - Buchstabe E
Klassische Elementenlehre
Die Lehre der vier Elemente unterscheidet Erde, Wasser, Luft und Feuer als die vier Bausteine, aus denen die gesamte Realität entstanden und aufgebaut ist. Die vier Elemente werden unterschieden hinsichtlich ihrer Kälte, Wärme, Trockenheit und Feuchte. Die Elementenlehre stammt von Empedokles und wurde von Aristoteles übernommen. Sei korrespondiert mit der Lehre der vier Temperamente.
Emergenz
ist die Herausbildung von neuen Eigenschaften oder Strukturen eines Systems infolge des Zusammenspiels seiner Elemente. Das ganze ist mehr als die Summe seiner Teile... (frei nach Aristoteles)
Erfahrung
ist eine Teilmenge von Wissen.
Erkenne Dich selbst.
Eine der drei Inschriften auf dem Portal des Orakels von Delphi, die von Thales stammt. Dieser Satz empfahl dem Eintretenden, nach Selbsterkenntnis zu streben. Eine andere Inschrift laute „Maß halten“ oder „Halte Maß“. Damit war die Tugend der Mäßigung angesprochen. So lautete denn auch ein griechischer Spruch: “Alles in Maßen“.
Erkenntnis
ist eine Teilmenge von Wissen. Mit Erkenntnis ist das Sich-Aneignen des Sinngehaltes von erlebten, bzw. erfahrenen Sachverhalten, Zuständen und Vorgängen gemeint, mit dem Ziel der Wahrheitsfindung. Erkenntnis heißt sowohl (ungenau) der Vorgang, der genauer als „Erkennen“ bezeichnet werden muss, als auch dessen Ergebnis.
Erkenntnistheorie
ist die Wissenschaft von der Erkenntnis. Mit Erkenntnis ist das Sich-Aneignen des Sinngehaltes von erlebten, bzw. erfahrenen Sachverhalten, Zuständen und Vorgängen gemeint, mit dem Ziel der Wahrheitsfindung. Erkenntnis heißt sowohl (ungenau) der Vorgang, der genauer als „Erkennen“ bezeichnet werden muss, als auch dessen Ergebnis. Die Erkenntnistheorie ist ein Teilbereich der Philosophie.
Errare humanum est.
(lat.), „Irren ist menschlich.“ Geflügeltes Wort bei den Römern. (Hieronymus, Seneca, Cicero u.a.)
Ethik
ist die Lehre vom sittlich richtigen Handeln. Die Ethik ist ein Teilbereich der Philosophie.
Ethischer Absolutismus
Der ethische Absolutismus ist eine ethische Grundhaltung, bei der die Moralität, Sittlichkeit und Güte einer Handlung nicht nach den Folgen bzw. Konsequenzen beurteilt wird (Konsequentialismus), sondern nach den Absichten. Dabei dürfen absolut keine Kompromisse gemacht werden. Einen solchen absolutistischen Standpunkt hat Kant eingenommen.
Ethischer Konsequentialismus
Der ethische Konsequentialismus ist eine ethische Grundhaltung, bei der die Moralität, Sittlichkeit und Güte einer Handlung nach den Folgen bzw. Konsequenzen der Handlung beurteilt und bewertet wird. Eine solche Position nimmt der Utilitarismus ein, aber auch die negative Ethik. Das Gegenteil des ethischen Konsequentialismus ist der ethische Absolutismus.
Evolution
heißt Entwicklung. Man unterscheidet zwischen:
- einer kosmologischen Evolution
- einer Erdenevolution
- einer biologischen Evolution
- einer kulturellen Evolution
Ex nihilo nihil fit.
(lat.) „Von nichts kommt nicht, aus nichts wird/entsteht nichts.“
Existiert der Mond auch, wenn wir ihn nicht beobachten?
Polemisch gemeinte Frage Einsteins an Niels Bohr, mit der er seiner Skepsis gegenüber der Quantenphysik Ausdruck verleihen wollte, in der bestimmte quantenphysikalische Phänomene nur dann auftreten, wenn wir sich auch beobachten, oder besser, wenn wir sie „messen“.