Philosophie auf Karteikarten/ Buchstabe G
Kleines Wörterbuch der Philosophie - Buchstabe G
Gaia-Hypothese
nennt man eine esoterische Theorie, nach der die ganze Erde ein Organismus (Lebewesen) ist.
Geduld
ist eine wichtige Tugend. Sie meint Ausdauer, Langmut. Man unterscheidet zwischen aktiver Geduld im Tun und passiver Geduld im Erleiden.
Gefühl
ist in der Psychologie die Art, in der wir unmittelbar das Wesen der wechselnden Ich-Zustände (Freude, Trauer, Aufgeregtheit, Lust, Unlust u. dgl.) an uns selbst und an anderen wahrnehmen und erleben. Gefühlsnuancen gibt es praktisch beliebig viele, und es scheint kaum möglich sie zu systematisieren.
Achtet auf Eure Gefühle. Gefühle sind die Sprache der Seele.
Geist
ist erkannte, verstandene und zielgerichtet (intelligent) verarbeitete Information. Das griechische Wort für Geist ist nous, das bei Anaxagoras auftaucht und auch von Aristoteles verwendet wird.
Gerechtigkeit
meint, dass jeder bekommt, was ihm zusteht. Die Gerechtigkeit war in der Antike eine Kardinaltugend und galt als höchste aller Tugenden. Man kann drei Arten von Gerechtigkeit unterschieden:
- strafende Gerechtigkeit (Gerechtigkeit des Menschen)
- ausgleichende Gerechtigkeit (Gerechtigkeit Gottes)
- soziale Gerechtigkeit (Gerechtigkeit von Gott „und“ Mensch)
Geschichte:
„Die Geschichte ist ein Entwicklungsgang auf immer höheren Stufen.“ (Augustinus)
Geschichtsphilosophie
ist die Philosophie von der Geschichte. Die Geschichtsphilosophie ist ein Teilbereich er Philosophie.
Gesellschaft
ist das soziale Ganze eines Staates mit einem bestimmten Staatsgebiet und einem Staatsvolk. Steiner spricht dabei – genau wie Comte – von einem sozialen Organismus. Je nach Auffassung spricht man auch von sozialer Dreigliederung, sozialer Viergliederung oder sozialer Fünfgliederung. Das bezieht sich aber nur auf die Gliederungsaspekte des sozialen Systems.
Gott
ist ein transzendentes Wesen, der für den Gläubigen die Welt erschaffen hat, und den Lebenden ewiges Heil und Erlösung verspricht. Gott ist der Schöpfer, der Schöpfergott, der Architekt dieser Welt, der Weltenbaumeister (Demiurg).
Gott ist der Schöpfer.
Gott ist das schlechthin Unsichtbare.
Gott ist "überall".
Gott ist höchster Akt und höchste Potenz "zugleich".
Gott ist das Gute, das Schöne, das Wahre.
Gott ist der Inbegriff und das Ziel des religiösen Glaubens (Theologie).
Gott würfelt nicht. Ausspruch von Einstein, mit dem er seiner Skepsis gegenüber der Quantenphysik Ausdruck verleihen wollte, in der es praktisch nur noch Wahrscheinlichkeiten gibt.
gut
ist, was niemandem schadet. Und: gut ist, was dem Wohle aller dient. Was gut ist, ist rein intersubjektiv und bedarf des Diskurses. (Ethischer Relativismus)