Universelle Farbenlehre/ Technisch-physikalische Farbenlehre
Technisch-physikalische Farbenlehre
Die technisch-physikalische Farbenlehre unterscheidet drei Grundfarben, die man auch die drei subtraktiven Grundfarben nennen könnte. Sie sind zugleich die additiven Mischfarben der physikalisch-technischen Farbenlehre:
Gelb (Y)
Magenta (M)
Cyan (C)
Das Farbdreieck
.
(Y)
(M) (C)
Die Mischfarben
Durch subtraktive Farbmischung von je zwei Grundfarben erhalten wir die drei ersten (subtraktiven) Mischfarben:
Gelb (Y) + Magenta (M) = Rot (R)
Magenta (M) + Cyan (C) = Indigo (I)
Cyan (C) + Gelb (Y) = Grün (G)
Der Farbstern
.
(Y)
(R) (G)
(M) (C)
(I)
Versuchsreihe 1
Wir besorgen uns drei Farbspots mit den Farben Grün, Rot und Blau. Nun machen wir folgendes Experiment: Wir werfen nacheinander das Licht der drei Farbspots bei diffusem Tageslicht (!!!) an eine weiße Wand. Die Wand erscheint nun ganz in der Farbe des Farbspots. Und nun erzeugen wir in dem Lichtkegel einen Schatten, indem wir einen Gegenstand zwischen die Lichtquelle und die Wand stellen, etwa, indem wir die Hand in den Lichtkegel halten. Die Hand wirft nun einen Schatten, der aber nicht einfach eine etwas dunklere Fläche in den Umrissen der Hand zeigt, sonder selber in einer eigenen Farbe erscheint. Es handelt sich genau um die Komplementärfarbe zur Farbe des Farbspots, und zwar im Sinne der noch zu besprechenden technisch-physikalischen Farbenlehre. Diese Experimente sind zuerst von Johannes Itten durchgeführt und beschrieben worden.
Zur Erklärung des Experimentes mit farbigen Schatten Versuchen wir einmal, das Experiment zu erklären. Wenn unser Farbspot die Farbe Grün hat, so ist die Schattenfarbe eindeutig magentafarben, bei rotem Licht entsteht ein cyanfarbener Schatten und bei blauem Licht entsteht ein gelblicher Schatten. Wir können annehmen, dass das diffuse Streulicht im Raum auf die Schattenfläche trifft (das Experiment funktioniert nicht in einem abgedunkelten Raum). Offensichtlich findet hier nun eine Wechselwirkung des Streulichtes mit dem Licht des Farbspots statt. Das Licht des Farbspots filtert sozusagen Licht von derselben Wellenlänge aus dem Tageslicht heraus. Übrig bleibt ein diffuses Licht von genau der Komplementärfarbe. Es handelt sich also um ein subtraktives Farbphänomen. Das wohl interessanteste Ergebnis ist, dass das Licht tatsächlich wechselwirkt, und zwar immer Licht derselben Wellenlänge. Ein solches Phänomen ist der Physik meines Wissens bis heute nicht bekannt. Itten hat es zumindest wiederentdeckt. Es geht bis auf Goethe zurück.
Entfernte 1A-Supernovae sind lichtschwächer und daher weiter entfernt Heute kann die relative Helligkeit entfernter 1A-Supernovae sehr genau bestimmt werden. Und bei den Messungen hat sich gezeigt, dass sie etwas lichtschwächer sind als man aufgrund ihrer gemessenen Rotverschiebung (Dopplereffekt) zu vermuten wäre. Daraus schleißt man nun auf eine größere Entfernung der Objekte und damit auf eine beschleunigte Expansion… Aber vielleicht kommen ja auch ganz andere Faktoren für ein lichtschwächer Werde der entfernten Objekte in Frage. Meines Erachtens ist diese Möglichkeit nie ausreichend geprüft worden. So könnte z.B. kosmischer Staub das Licht abgeschwächt haben. Oder aber das tatsächlich vorhandene Streulicht im Universum wechselwirkt mit dem Licht entfernter 1A-Supernovae und schwächt es ab. Die Versuchsreihe 1 hat eindeutig gezeigt, dass das nicht generell ausgeschlossen ist.
Versuchsreihe 2
Wir besorgen uns drei Farbspots in den Farben Rot, Blau und Grün. Und nun werfen wir nacheinander das Licht von je zwei Farbspots an die Wand, so dass sich die Lichtkegel überschneiden. Wir erhalten auf diese Weise eine additive Farbmischung, und zwar wie folgt:
Rot (R) + Indigo (I) = Magenta (M)
Indigo (I) + Grün (G) = Cyan (C)
Grün (G) + Rot (R) = Gelb (Y)
Die Ergebnisse der (additiven) Farblichtexperimente sind absolut eindeutig. Sie stimmen mit den Vorhersagen im Rahmen der technisch-physikalischen Farbenlehre absolut überein.
V ersuchsreihe 3
Wir besorgen und farbige Folien in den Farben Gelb, Magenta und Cyan. Nun legen wir nacheinander je zwei der Folien übereinander und halten sie vor eine Lichtquelle. Dabei ergibt sich eine subtraktive Farbmischung und zwar wie folgt:
Gelb (Y) + Magenta (M) = Rot (R)
Magenta (M) + Cyan (C) = Indigo (I)
Cyan (C) + Gelb (Y) = Grün (G)
Auch dieses Farbexperiment ist absolut eindeutig, und bestätigt die technisch-physikalische Farbenlehre in hervorragender Weise. Aber wir können noch etwas anderes aus den Versuchen mitnehmen:
Additiv ergeben Rot und Blau Cyan. Rot und Grün ergeben hingegen Gelb, und zwar ganz eindeutig. Subtraktiv hingegen ergeben Gelb und Magenta Rot, und nicht etwa Orange-rot, wie Küppers dies in seiner Farbenlehre glauben machen will. Bei Küppers ist die Farbe Rot (R) fälschlicher Weise durch die Farbe Orange-rot (OR) ersetzt worden. Dies ist nachweisbar falsch.
Die Farbmetrik der technisch-physikalischen Farbenkehre sollte zumindest in den Grundzügen klar geworden sein.