Expedition von Hume und Hovell
Die Expedition von Hume und Hovell fand in den Jahren 1824 und 1825 unter Führung von Hamilton Hume und William Hovell statt und gehört zu den bedeutendsten Entdeckungsreisen, die im östlichen Australien unternommen wurden. Es war die erste Expedition, die einen Weg von New South Wales in das Hinterland von Victoria fand und neue Erkenntnisse über das dortige Flusssystem erbrachte. Sie war der erste Schritt zur erfolgreichen Besiedelung und Nutzung dieser fruchtbaren Gebiete. Ursprüngliches Ziel war es, Western Port zu erreichen, das die Gruppe aufgrund eines Berechnungsfehlers Hovells aber verfehlte. Stattdessen fand sie sich 100 Kilometer westlich davon in Port Phillip wieder. Der Erfolg der Forschungsreise hing maßgeblich von den Stärken der beiden Expeditionsleiter ab: Während Hume eine starke Führungspersönlichkeit und erfahrener Entdecker war, war Hovell ein exzellenter Navigator. Ihr Verhältnis war von Anfang an gespannt, trotz ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit entwickelte sich in späteren Jahren ein dauerhafter Streit.