Fünf Familien

Als Fünf Familien (engl. Five Families) werden die fünf italo-amerikanischen Mafiafamilien bezeichnet, die sich im Bundesstaat New York und insbesondere in New York City organisiert haben und dort als Teil der amerikanischen Cosa Nostra die organisierte Kriminalität in weiten Teilen beherrschen. Es handelt sich hierbei um die „Familien“ Bonanno, Colombo, Gambino, Genovese und Lucchese. Ihr Einfluss reicht weit über New York hinaus und erstreckt sich über die gesamten USA.

Der Begriff wurde erstmals im Jahre 1931 verwendet, als Salvatore Maranzano – selbsternannter Capo di tutti i capi“ (Boss aller Bosse) – im April 1931 die bis dahin kriegführenden Gruppen in „Familien“ mit jeweils abgegrenzten Territorien unterteilte und so die heute als typisch geltende Struktur der Familienhierarchie der amerikanischen Cosa Nostra festlegte. Nach der Ermordung Maranzanos rief Lucky Luciano mit den mächtigsten Oberhäuptern des Landes seine Vorstellung einer sogenannten Kommission der amerikanischen Mafia ins Leben, die als Zusammenschluss an Stelle von einem Boss aller Bosse als „Dachverband“ der amerikanischen Cosa Nostra dient und den „Vorsitz“ im sogenannten National Crime Syndicate hält. Gemeinsam mit der Chicagoer Mafia (Chicago Outfit) bilden die fünf New Yorker Familien seither das Rückgrat der amerikanischen Cosa Nostra.

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