Partei Rechtsstaatlicher Offensive

Die Partei Rechtsstaatlicher Offensive, besser bekannt als Schill-Partei, war eine rechtspopulistische Partei in Deutschland, die von 2000 bis 2007 existierte. Gegründet wurde sie von dem Juristen Ronald Schill, der als charismatischer und kontroverser Richter in Hamburg für seine strengen Urteile bekannt war.

Partei Rechtsstaatlicher Offensive

Logo der Partei von 2001 bis 2004 unter Ronald Schill.
Partei­vorsitzender Ronald Schill (2000–2003)
Gründung 13. Juli 2000
Gründungs­ort Hamburg
Auflösung 29. Oktober 2007
Haupt­sitz Gotenstraße 12
20097 Hamburg
Jugend­organisation Keine
Aus­richtung Rechtskonservatismus
Rechtspopulismus
Wirtschaftsliberalismus
Law and Order
Farbe(n) Blau, Weiß, Gelb
Mindest­alter 16 Jahre
Durch­schnitts­alter 40–55 Jahre

Die Partei verfolgte eine betont law-and-order-orientierte Agenda, die insbesondere auf eine Stärkung der inneren Sicherheit, eine Verschärfung der Strafrechtspolitik und eine konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber abzielte. Mit ihren populistischen Ansätzen und provokanten Forderungen gelang es der Schill-Partei, kurzzeitig politische Aufmerksamkeit zu erlangen und in Hamburg einige Erfolge zu verzeichnen. So war die Schill-Partei von Oktober 2001 bis März 2004 an der Regierung in Hamburg beteiligt. Sie bildete zusammen mit der CDU und FDP eine Koalition unter Ole von Beust.

Ihre Geschichte kennt zwei klar getrennte Phasen: Die erste Phase – die Ära Schill – dauerte von der Parteigründung im Juli 2000 bis Dezember 2003 und war maßgeblich durch das Wirken ihres Gründers und ersten Vorsitzenden Ronald Schill geprägt, der während dieser Zeit als Aushängeschild der Partei galt. Die zweite Phase der Parteigeschichte begann nach der Trennung von Schill und war vom allmählichen Fall in die Bedeutungslosigkeit gekennzeichnet, was im Oktober 2007 letztlich zur Auflösung führte.

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