Vennbahn (Radweg)
Der Vennbahnradweg ist ein grenzüberschreitender Fernradweg zwischen Deutschland, Belgien und Luxemburg, der auf der Trasse der zur Zeit Preußens entstandenen, ab 2002 stillgelegten und abgebauten Vennbahn über rund 125 km von Aachen durch den Naturpark Hohes Venn-Eifel und die Ardennen nach Ulflingen (frz.: Troisvierges) verläuft. Er ist Teil des RAVeL-Netzes (frz.: Réseau Autonome de Voies Lentes), einem Wegenetz für Wanderer, Reiter und Radfahrer in der belgischen Wallonie, das im Oktober 1995 ins Leben gerufen wurde. Im deutschsprachigen Raum erhielt der Wander- und Radweg den Namen Vennbahn und ist in seiner Gesamtlänge als Premiumradweg eingestuft.
Vennbahn | |
---|---|
Gesamtlänge | 125 km |
Lage | Deutschland Belgien Luxemburg |
Karte | |
Verlauf der Vennbahn und Distanz- und Höhenangaben | |
Startpunkt | Aachen |
Zielpunkt | Ulflingen |
Orte am Weg | Aachen-Brand – Kornelimünster – Walheim – Schmithof – Raeren – Roetgen – Lammersdorf – Konzen – Monschau – Kalterherberg – Sourbrodt – Weywertz – Waimes – Ondenval – Born – St. Vith – Burg Reuland – Ulflingen |
Bodenbelag | 90 % asphaltiert 10 % geschottert |
Höhendifferenz | Aufstiege 1011 m, Abstiege 760 m (niedrigster Punkt: Aachen 180 m ü. NHN, höchster Punkt: Sourbrodt 563 m ü. NHN) |
Schwierigkeit | leicht, mit Ausnahme der Umgehung am Tunnel Lengeler (12 % auf 1,5 km) |
Verkehrsaufkommen | gering |
Anschluss an | * Aachen: Fußballroute NRW und Grünroute
|
ADFC-Zertifizierung | 4 von 5 Sternen |
Webadresse | vennbahn.eu |
Der Bahntrassen-Rad- und Wanderweg wird auch von zahlreichen Skatern genutzt, und die Anrainergemeinden versprechen sich für die Zukunft eine Steigerung des lokalen Tourismus. Dies wird dadurch unterstützt, dass bereits einige ehemalige Bahnhofsgebäude zu Raststätten umgebaut worden sind, Hotels und Pensionen sich auf Tagestouristen einrichten und lokal der öffentliche Personennahverkehr sogenannte Fahrradbusse als Pendelverkehr zur Verfügung stellt. Im Laufe des Jahres 2013 wurden zwischen Roetgen und Kalterherberg noch sieben Stahlhäuschen im Aussehen eines „Verlorenen Waggons“ aufgebaut, die als Wetterschutz oder Rastplatz gedacht sind. Im Bereich der Wallonie wurden z. T. die noch existierenden Wartehäuschen der Eisenbahn erhalten und mitunter liebevoll gepflegt (siehe Faymonville).