Öffentliche Meinung

Öffentliche Meinung (Lehnübersetzung von französisch opinion publique) bezeichnet in der Publizistik meist die in einer Gesellschaft insgesamt vorherrschenden Urteile zu Sachverhalten und den damit verbundenen Konformitätsdruck. Sie wird von der Meinung jedes Einzelnen, auch von der Summe aller Einzelmeinungen (vgl. Demoskopie), und von der Meinung der Regierung unterschieden, steht aber in Interdependenz zu ihnen. Der Sachverhalt ist in allen Kulturen und Zeiten feststellbar. Der Begriff ist seit der Antike nachweisbar, gewann aber vor allem in Europa seit der Aufklärung an politischer Bedeutung und wissenschaftlichem Interesse. Eine allgemein akzeptierte Definition gibt es nicht; so finden sich in ähnlicher, aber nicht synonymer Bedeutung die Begriffe allgemeine Meinung, Bevölkerungsmeinung, Urteil der Öffentlichkeit. Häufig wird die öffentliche Meinung von der veröffentlichten Meinung unterschieden und von der Mehrheitsmeinung abgehoben, gelegentlich aber mit ihnen identifiziert.

  1. 1 2 3
  2. Elisabeth Noelle-Neumann: Öffentliche Meinung. In: Elisabeth Noelle-Neumann, Winfried Schulz, Jürgen Wilke (Hrsg.): Fischer Lexikon Publizistik / Massenkommunikation. 2. Auflage. [Fischer], Frankfurt am M. 2009, S. 427–442.
  3. Elisabeth Noelle-Neumann: Öffentliche Meinung. In: Elisabeth Noelle-Neumann, Winfried Schulz, Jürgen Wilke (Hrsg.): Fischer Lexikon Publizistik / Massenkommunikation. 2. Auflage. [Fischer], Frankfurt am M. 2009, S. 427 f.
  4. Ulrich Sarcinelli: Öffentliche Meinung. In: Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik. Heidelberg 2013.
  5. Elisabeth Noelle-Neumann: Öffentliche Meinung. In: Elisabeth Noelle-Neumann, Winfried Schulz, Jürgen Wilke (Hrsg.): Fischer Lexikon Publizistik / Massenkommunikation. 2. Auflage. [Fischer], Frankfurt am M. 2009, S. 438, 442