Ökologisches Defizit
Als ökologisches Defizit (englisch ecological debt) bezeichnet man das Ausmaß des Verbrauchs an natürlichen Ressourcen durch eine Gruppe von Konsumenten (einschließlich der Absorption der aus diesen Ressourcen zustande kommenden Abfallstoffe seitens der Natur) bei Überschreitung lokal nachhaltiger Bereitstellung solcher natürlicher Ressourcen sowie bei Überschreitung der Assimilierfähigkeit von Belastungen, denen die Natur ausgesetzt wird. Ein fester Beobachtungszeitraum wird für die Erfassung der Ressourcennutzung zugrunde gelegt.
Das ökologische Defizit ist Gegenstand von Berechnungen, die im Zusammenhang mit ganzheitlicher Ressourcenbilanzierung unternommen werden und unter anderem dazu dienen, Überlegungen zur Nachhaltigkeit empirisch abzustützen, mit Zahlenmaterial zu unterfüttern.
- ↑ Diese Definition ist dem Pendant-Artikel der englischsprachigen Wikipedia zum vorliegenden Artikel entlehnt, der mit Ecological debt überschrieben ist. Der Begriff ist seit 1992 nachweislich im Gebrauch; vgl.: M. L. Robleto, W. Marcelo: Deuda ecológica. Instituto de Ecológia Politica, Santiago de Chile, 1992 (spanisch).