Überacker (Adelsgeschlecht)
Die Überacker (auch Uiberacker oder Ueberacker(n) geschrieben) waren ein seit dem 11. Jahrhundert nachweisbares bayerisches Adelsgeschlecht, das ursprünglich Dienstmannen für die Grafen von Burghausen stellte. Die Familie blühte auf, als ihre Mitglieder über Jahrhunderte hinweg im Erzbistum Salzburg hohe Ämter als Verwaltungsbeamte oder im Militär innehatten und ausgedehnte Besitzungen erwerben konnten. Die Überacker wurden im 17. Jahrhundert in den Freiherrenstand und letztendlich in den Reichsgrafenstand erhoben. Die Familie gilt heute in Salzburg als „ausgestorben“; eventuell gab oder gibt es noch eine Linie der Familie in Niederösterreich, als deren vermutlich letzter Vertreter können der Schriftsteller Ernst Josef Uiberacker (* 28. Mai 1885 in Groß-Enzersdorf, † 14. Juli 1958 in Felixdorf) und dessen Sohn und zwei Enkel angesehen werden.
- ↑ Nach Neweklowsky (1973, S. 155) gibt es nur sieben uradelige Familien in Oberösterreich, die im Mannesstamm und mit ihrem Namen vom 11. Jahrhundert bis heute nachweisbar sind. Zurzeit sind davon nur mehr fünf vorhanden, nämlich die Starhemberger, die von Abensperg und Traun, die Hardegger, die Lasberger und die Schallenberger; die Familien der Überacker sowie die der Hayden von Dorff können als erledigt gelten.
- ↑ Uiberacker, E.J., Halali…, Salzburg 1953, S. 2