Überkritisches Wasser
Überkritisches Wasser (auch superkritisches Wasser oder scH2O, von englisch supercritical) ist Wasser in einem fluiden Zustand über seiner kritischen Temperatur und seinem kritischen Druck – also jenseits des kritischen Punktes.
Oberhalb des kritischen Punktes ist eine Unterscheidung, ob der Stoff flüssig oder gasförmig ist, nicht ohne weiteres möglich, er ist dicht wie eine "Flüssigkeit", hat aber eine weit niedrigere Viskosität als flüssiges Wasser bei Normbedingungen. Um in den überkritischen Zustand zu gelangen, muss das Wasser dazu mindestens eine Temperatur von 374,12 °C und einen Druck von mindestens 22,1 MPa (221 bar) – also rund den 218-fachen normalen Luftdruck – haben. Im Gegensatz zum flüssigen Wasser hat es keine Oberflächenspannung. Daher können sich dort keine Dampfblasen bilden. Es bilden sich isolierte Cluster von Molekülen, die innerhalb des Clusters über Wasserstoffbrücken verbunden sind, aber keine Wasserstoffbrücken zu anderen Clustern aufweisen.
- ↑ Marc-Denis Weitze: Überraschungen ab 374 Grad Celsius ( vom 6. Oktober 2011 im Internet Archive). Neue Zürcher Zeitung, 13. September 2006.
- ↑ Wasser, überkritisches. geothermie.de, abgerufen am 12. März 2024.
- ↑ Julia Weiler: Neue Einblicke in den superkritischen Zustand von Wasser | Newsportal - Ruhr-Universität Bochum. 21. Januar 2016, abgerufen am 1. Februar 2025.