Istanbul – Erinnerung an eine Stadt

Istanbul – Erinnerung an eine Stadt (Originaltitel: İstanbul – Hatıralar ve Şehir) ist ein autobiografisches Werk des türkischen Schriftstellers Orhan Pamuk, das erstmals 2003 unter dem Originaltitel "İstanbul – Hatıralar ve Şehir" in der Türkei erschienen ist. Die deutsche Übersetzung von Gerhard Meier erschien zuerst 2006 beim Carl Hanser Verlag.

In seinen Erinnerungen schreibt er über sein Leben in Istanbul und thematisiert insbesondere die weitgehende kulturelle Veränderung, die die Türkei erschüttert hat, sowie den anscheinend unendlichen Kampf zwischen Moderne und Vergangenheit. Er beschreibt die tiefe Melancholie (türk. hüzün) seiner Bewohner, die aus der Alltagskultur Istanbuls nicht wegzudenken sei. Orhan Pamuk versteht hüzün als „das Gefühl, mit dem sich im letzten Jahrhundert Istanbul und seine Bewohner auf intensivste Weise infiziert haben“. Daneben trauert Pamuk in seinem Roman über die verloren gegangene gemeinsame Familientradition.

Das Buch ist mit zahlreichen Fotografien des „Istanbul der frühen 1950er Jahre bis heute“ ausgestattet, die zum großen Teil von Ara Güler stammen.

  1. Orhan Pamuk: „Hüzün“, das Istanbul-Gefühl. Süddeutsche Zeitung, 19. Mai 2010, abgerufen am 27. Juni 2013.
  2. Patrick Batarilo: Hüzün: Die türkische Melancholie. SWR2, 7. Januar 2010, archiviert vom Original am 28. Juni 2013; abgerufen am 27. Juni 2013.
  3. Hubert Spiegel: Der bittersüße Honig der Mutlosigkeit. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. November 2006, abgerufen am 27. Juni 2013.
  4. Orhan Pamuk: Istanbul. Erinnerungen an eine Stadt. Carl Hanser Verlag, München 2006, S. 419.