Šuica (Fluss)

Šuica
Шуица

Durchbruch zwischen Šuičko polje und Duvanjsko polje bei Mokronoge

Daten
Lage Bosnien und Herzegowina
Flusssystem Cetina
Abfluss über Cetina Adria
Quelle Karstquellen Veliki Stražanj und Mali Stražanj beim Ort Šuica
43° 52′ 51″ N, 17° 12′ 3″ O
Quellhöhe 1060 m
Mündung in den Buško jezeroKoordinaten: 43° 40′ 42″ N, 17° 4′ 12″ O
43° 40′ 42″ N, 17° 4′ 12″ O
Mündungshöhe 700 m
Höhenunterschied 360 m
Sohlgefälle 7,4 
Länge 48,5 km
Einzugsgebiet 730 km²
Mittelstädte Tomislavgrad
Schiffbarkeit nicht schiffbar

Blick zur Quelle Veliki Stražanj

Die Šuica (kyrillisch Шуица, auch Šujica) ist ein 48 Kilometer langer Fluss in Bosnien und Herzegowina, der hauptsächlich im Duvanjsko polje verläuft, einem Karstpolje.

Sie entspringt nördlich des Ortes Šuica aus zwei Karstquellen unterhalb des 1384 m hohen Malovan-Straßenpasses, Veliki Stražanj und Mali Stražanj, die ihr Wasser aus dem höher gelegenen Kupreško polje erhalten. Nachdem der Fluss das Dorf Šuica durchflossen hat, unterquert er die historische Fußgängerbrücke Galečka ćuprija, die lokal auch als Rimski most („Römer-Brücke“) bezeichnet wird. Mäandernd bahnt sich die Šuica zunächst ihren Weg durch Šuičko polje, ein kleines Karstpolje, bevor sie den Karst in einer Schlucht durchbricht und bei Mokronoge ins Duvanjsko polje eintritt. Hier fächert sich der Wasserlauf auf und versiegt in den Sommermonaten teilweise ganz. Der Hauptlauf verläuft am Ostrand des Poljes, östlich der Stadt Tomislavgrad, und vereinigt sich südlich von ihr mit dem aus der Stadt kommenden Bach Seget.

Die Šuica durchquert das Polje nunmehr bis zum gegenüberliegenden Rand, wo sie nahe des Ortes Kovači in einem Ponor versinkt. Etwa fünf Kilometer Luftlinie weiter im Westen taucht das Wasser wieder auf und fließt je nach Wasserstand des Stausees Buško jezero nach wenigen Metern oder einigen Kilometern in diesen.

Gegen den geplanten Bau von Mini-Wasserkraftwerken entlang des kleinen Flusses regte sich 2023 Widerstand in der lokalen Bevölkerung.

  1. Ajdin Kamber: ŠUJICA: Rijeka koja je odbranila samu sebe. In: objavi.ba; abgerufen am 19. Februar 2026.