(5370) Taranis
| Asteroid (5370) Taranis | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Erdnaher Asteroid, Amor-Typ |
| Große Halbachse | 3,318 AE |
| Exzentrizität | 0,637 |
| Perihel – Aphel | 1,205 AE – 5,432 AE |
| Neigung der Bahnebene | 19,172° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 177,8° |
| Argument der Periapsis | 161,3° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 8. April 2023 |
| Siderische Umlaufperiode | 6 a 16 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 14,54 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 3,6 km |
| Albedo | 0,04 |
| Rotationsperiode | 1 d 11 h |
| Absolute Helligkeit | 15,2 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Alain Maury |
| Datum der Entdeckung | 2. September 1986 |
| Andere Bezeichnung | 1986 RA |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(5370) Taranis ist ein Asteroid vom Amor-III-Typ, der am 2. September 1986 vom französischen Astronomen Alain Maury am Palomar-Observatorium in Kalifornien bei einer Helligkeit von 14 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er am gleichen Ort bereits einige Wochen zuvor am 11. August fotografiert worden war.
Der Asteroid ist benannt nach dem keltischen Donnergott Taranis (irisch „Torann“, gallisch „Taran“). Seine Symbole sind das Rad und der Blitz. Sein Kult war im antiken Gallien weit verbreitet. Taranis ist auch der Name des ersten Computernetzwerks in Frankreich für Amateurastronomen, das 1988 von Jean-Claude Merlin gegründet wurde.
(5370) Taranis befindet sich in einer 2:1-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter und bewegt sich in der Hecuba-Lücke zwischen den Asteroiden der Themis-Familie und den Mitgliedern der Cybele-Gruppe. Die Hecuba-Lücke liegt bei 3,27 AE Sonnenabstand und hat eine Breite von etwa 0,2 AE. Die Große Halbachse der Umlaufbahn des Asteroiden oskuliert mit einer Periode von etwa 308 Jahren um einen Mittelwert von 3,2778 AE. Viele Jahre lang glaubte man, die Hecuba-Lücke sei völlig frei von Asteroiden. Mitte des 20. Jahrhunderts war nur ein einziger Asteroid, (1362) Griqua, bekannt, der sich in der 2:1-Resonanz befand. Ab den 1970er Jahren begann die Anzahl der bekannten Asteroiden zu wachsen, als die Asteroiden (1921) Pala und (1922) Zulu entdeckt wurden. In den folgenden 20 Jahren stieg die Zahl weiter an, sie erreichte Anfang der 1990er Jahre einen bescheidenen Wert von etwa 10 Objekten und 2001 waren bereits über 50 bekannt.