(624) Hektor
| Asteroid (624) Hektor | |
|---|---|
| Berechnetes 3D-Modell von (624) Hektor | |
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Jupiter-Trojaner (L4) |
| Große Halbachse | 5,276 AE |
| Exzentrizität | 0,024 |
| Perihel – Aphel | 5,148 AE – 5,404 AE |
| Neigung der Bahnebene | 18,148° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 342,8° |
| Argument der Periapsis | 180,7° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 30. Juli 2025 |
| Siderische Umlaufperiode | 12 a 44 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 12,97 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 225 km |
| Albedo | 0,03 |
| Rotationsperiode | 6 h 55 min |
| Absolute Helligkeit | 7,3 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
D |
| Geschichte | |
| Entdecker | August Kopff |
| Datum der Entdeckung | 10. Februar 1907 |
| Andere Bezeichnung | 1907 CF, 1948 VD |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(624) Hektor ist ein Asteroid aus der Gruppe der dem Jupiter vorauseilenden Trojaner, der am 10. Februar 1907 vom deutschen Astronomen August Kopff an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde. (624) Hektor ist der größte aller Trojaner und wird von einem Satelliten umkreist.
Der Asteroid ist benannt nach dem trojanischen Helden Hektor, einem Sohn des Priamos und Ehemann der Andromache, der von Achilleus getötet wurde. Die Benennung erfolgte 1907 durch den Entdecker auf Anregung des österreichischen Astronomen Johann Palisa. Die ursprüngliche Schreibweise war „Hector“.
(624) Hektor war nach (588) Achilles und (617) Patroclus der dritte einer damals neu entdeckten Gruppe von Asteroiden, die sich in einer ähnlichen Entfernung wie der Planet Jupiter um die Sonne bewegen. Für Asteroiden, die sich in einer 1:1-Bahnresonanz mit Jupiter befinden, gibt es im Dreikörperproblem Sonne–Jupiter–Asteroid mit den Lagrange-Punkten L4 und L5 zwei mögliche dynamisch stabile Aufenthaltsorte. (624) Hektor gehört zu der Gruppe, die sich in der Nähe des Librationspunkts L4 in 60° Winkelabstand vor Jupiter her bewegt. Nach der Benennung dieser drei Asteroiden wurden Asteroiden in einer 1:1-Bahnresonanz mit Jupiter als „Trojaner“ bezeichnet. Da zunächst noch nicht auf eine solche Unterscheidung geachtet wurde, befindet sich (624) Hektor unter den Asteroiden, die später das „Lager der Griechen“ um den Librationspunkt L4 bildeten.
- ↑ M. Wolf, A. Kopff: Benennung von kleinen Planeten. In: Astronomische Nachrichten. Band 175, Nr. 4187, 1907, Sp. 191–192, doi:10.1002/asna.19071751112 (PDF; 163 kB).