(719) Albert

Asteroid
(719) Albert
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Erdnaher Asteroid, Amor-Typ
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,637 AE
Exzentrizität 0,547
Perihel – Aphel 1,195 AE  4,078 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 11,573°
Länge des aufsteigenden Knotens 183,9°
Argument der Periapsis 156,2°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 23. April 2027
Siderische Umlaufperiode 4 a 103 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,89 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 5 h 48 min
Absolute Helligkeit 15,6 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
S
Geschichte
Entdecker Johann Palisa
Datum der Entdeckung 3. Oktober 1911
Andere Bezeichnung 1911 TB, 2000 JW8
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(719) Albert ist ein Asteroid vom Amor-III-Typ, der am 3. Oktober 1911 vom österreichischen Astronomen Johann Palisa an der Universitätssternwarte Wien bei einer Helligkeit von 12,0 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits zwei Wochen zuvor am 16. September 1911 an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg fotografiert worden war.

Der Asteroid wurde von den Wiener Astronomen zur dauernden Erinnerung an Albert Salomon Anselm von Rothschild (1844–1911) benannt, einem Gönner der Wiener Sternwarte. Die Benennung wurde in The Observatory, Band 36, 1913, S. 153, kommentiert: „Männliche Namen werden nur bei bemerkenswerten Umlaufbahnen wie Eros, Albert und der Trojanergruppe verwendet.“

Nachdem der Asteroid in den zwei Wochen nach seiner Entdeckung noch mehrfach an verschiedenen Observatorien in Dänemark, England, Deutschland und Südafrika beobachtet worden war, galt er anschließend für 88 ½ Jahre als verschollen. Die bei seiner Erscheinung 1911 registrierten Positionsdaten waren für eine präzise Bahnbestimmung nicht ausreichend und wegen seiner Kleinheit war er nur beobachtbar, wenn er der Erde sehr nahe kam, so dass seine Wiederentdeckung nur zufällig erfolgen konnte. Am 1. Mai 2000 fand Jeffrey A. Larsen im Rahmen des Programms Spacewatch am Steward-Observatorium auf dem Kitt Peak in Arizona ein sehr schwaches Objekt mit einer Helligkeit von 21,6 mag, das nach weiteren Beobachtungen in den folgenden Tagen die vorläufige Bezeichnung 2000 JW8 erhielt. Am 9. Mai identifizierte Gareth Vaughan Williams, stellvertretender Direktor des Minor Planet Center in Massachusetts, dieses Objekt mit (719) Albert, dem letzten verschollenen nummerierten Asteroiden. Im Anschluss daran konnte er nach einer exakten Bahnbestimmung auch noch auf archivierten Aufnahmen aus den Jahren 1971, 1988, 1993, 1996 und 1997 aufgefunden werden.

  1. J. v. Hepperger: Mitteilungen über kleine Planeten – Benennungen. In: Astronomische Nachrichten. Band 193, Nr. 4626, 1913, Sp. 331–334, doi:10.1002/asna.19121931809.
  2. L. K. Kristensen, R. M. West: On the lost minor planet (719) Albert. In: Astronomy & Astrophysics. Band 218, 1989, S. 317–324, bibcode:1989A&A...218..317K (PDF; 2,93 MB).
  3. B. G. Marsden: IAUC 7420: (719) Albert = 2000 JW8. IAU Central Bureau for Astronomical Telegrams, 9. Mai 2000, abgerufen am 23. November 2025 (englisch).