2001: Odyssee im Weltraum

Film
Titel 2001: Odyssee im Weltraum
Originaltitel 2001: A Space Odyssey
Produktionsland Vereinigtes Königreich, USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1968
Länge 142 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Metro-Goldwyn-Mayer
  • Hawk Films (UK, Kubrick)
  • Polaris Prod. (USA, Kubrick)
Stab
Regie Stanley Kubrick
Drehbuch
Produktion Stanley Kubrick
Musik
Kamera
Schnitt Ray Lovejoy
Besetzung
Synchronisation
Chronologie

2001: Odyssee im Weltraum (englischer Originaltitel: 2001: A Space Odyssey) ist ein im Breitwandformat Super Panavision 70 produzierter monumentaler Science-Fiction-Film, der am 2. April 1968 uraufgeführt wurde. Produzent und Regisseur von 2001 war Stanley Kubrick. Zudem verfasste Kubrick in Zusammenarbeit mit dem Science-Fiction-Schriftsteller und Physiker Arthur C. Clarke das Drehbuch. Als Grundidee für die Drehbuchentwicklung diente Clarkes Kurzgeschichte Der Wächter.

In Kubricks Weltraumepos wird über einen Zeitraum von 4 Millionen Jahren eine mystisch-mythologische Geschichte der menschlichen Evolution erzählt. Die im Jahr 2001 angelegte Haupthandlung des Films zeigt, wie der Astronaut Bowman eine Odyssee im Weltraum erlebt, an deren metaphysisch-transzendentem Abschluss Bowman unmittelbar nach seinem Tod als astrales „Sternenkind“ wiedergeboren wird.

Der als Meisterwerk geltende Film bietet Spielraum für verschiedene allegorische und philosophische Interpretationsansätze. Noch vor der ersten bemannten Mondlandung und Jahrzehnte vor der Entwicklung digitaler Bildanimationen lieferte Kubrick mittels innovativ eingesetzter Kamera- und optischer Effekttechniken als realistisch wahrzunehmende Bilder des Weltalls. 2001: Odyssee im Weltraum wurde für die visuellen Spezialeffekte, die Kameraarbeit, das Szenenbild und den Filmton ausgezeichnet.

Bei Herstellungskosten in Höhe von etwa 10,5 Millionen US-Dollar (inflationsbereinigt 2026: ca. 95 Millionen US-Dollar) spielte der zwischen 1965 und 1968 produzierte Film an den Kinokassen in den USA und Kanada bis einschließlich Juni 1974 rund 58,5 Millionen US-Dollar (inflationsbereinigt 2026: ca. 527 Millionen US-Dollar) ein und war damit rückblickend der kommerziell erfolgreichste Kinofilm des Jahres 1968 auf dem nordamerikanischen Kinomarkt. Das American Film Institute wählte 2001: Odyssee im Weltraum als „besten Science-Fiction-Film aller Zeiten“ aus. Im Jahr 2022 wurde Kubricks Film von anderen Regisseuren im vom British Film Institute herausgegebenen Fachmagazin Sight & Sound zum „besten Film aller Zeiten“ gekürt.

  1. Michael Benson: Stanley Kubrick, Arthur C. Clarke, and the Making of a Masterpiece. Simon & Schuster, New York 2018, ISBN 978-1-5011-6395-1, S. 9, 55.
  2. Alex Ben Block, Lucy Autrey Wilson: George Lucas’s Blockbusting: A Decade-by-Decade Survey of Timeless Movies Including Untold. Verlag HarperCollins (Epub-Edition), 2010, ISBN 978-0-06-196345-2, S. 991.
  3. Simone Odino in James Fenwick (Hrsg.): Understanding Kubrick's 2001: A Space Odyssey: Representation and Interpretation. Intellect Books, 2018, ISBN 978-1-78320-864-7 (E-Book), S. 56.
  4. Vorwort von Stephen Baxter in Arthur C. Clarke: 2001 – Odyssee im Weltraum. Heyne Verlag, 2014, ISBN 978-3-641-11680-4.
  5. Michael Benson: Stanley Kubrick, Arthur C. Clarke, and the Making of a Masterpiece. Simon & Schuster, New York, 2018, ISBN 978-1-5011-6395-1, S. 9–19.
  6. Bernd Kiefer: 2001: Odyssee im Weltraum. In: Thomas Koebner (Hrsg.): Filmgenres: Science Fiction. Reclam, Stuttgart 2003, S. 199.
  7. Alex Ben Block, Lucy Autrey Wilson: George Lucas’s Blockbusting: A Decade-by-Decade Survey of Timeless Movies Including Untold. Verlag HarperCollins (Epub-Edition), 2010, ISBN 978-0-06-196345-2, S. 885, S. 991.
  8. Jerome Agel: The Making of Kubrick's 2001. Verlag Berkley, 1970, ISBN 0-451-07139-5, S. 291 und S. 351.
  9. AFI's 10 TOP 10. The 10 Greatest Movies In 10 Categories, Abschnitt SCI-FI. Auf: afi.com; abgerufen am 7. Januar 2023.
  10. Directors’ 100 Greatest Films of All Time. Auf: bfi.org.uk; abgerufen am 7. Januar 2023.