3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff

Strukturformel
Allgemeines
Name 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff
Andere Namen
  • DCMU
  • Diuron
  • Karmex
Summenformel C9H10Cl2N2O
Kurzbeschreibung

farbloser kristalliner Feststoff

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 330-54-1
EG-Nummer 206-354-4
ECHA-InfoCard 100.005.778
PubChem 3120
ChemSpider 3008
Wikidata Q425389
Eigenschaften
Molare Masse 233,0945 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

158–159 °C

Siedepunkt

Zersetzung bei > 200 °C

Dampfdruck

0,0011 mPa (25 °C)

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (35 mg·l−1 bei 20 °C)

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), ggf. erweitert

Achtung

H- und P-Sätze H: 302350373410
P: 202260264273301+312308+313
MAK

Schweiz: 10 mg·m−3 (gemessen als einatembarer Staub)

Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff (DCMU) ist ein Phenylharnstoff-Derivat, das als Herbizid verwendet wird und die Photosynthese von Pflanzen hemmt.

Es wurde 1954 von der Firma Bayer unter dem Handelsnamen Diuron als Unkrautbekämpfungsmittel eingeführt und wird zur völligen Beseitigung von Pflanzen verwendet (Breitbandherbizid). Es wird zum Schutz von Holz und Mauerwerk und als Beschichtungsmittel eingesetzt.

  1. 1 2 3 4 5 6 Eintrag zu Diuron. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 4. März 2014.
  2. 1 2 3 4 5 Eintrag zu Diuron in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2025. (JavaScript erforderlich)
  3. Eintrag zu Diuron in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte (Suche nach 330-54-1 bzw. DCMU), abgerufen am 2. November 2015.