4-Bit-Architektur

Unter 4-Bit-Architektur wird in der elektronischen Datenverarbeitung eine Prozessorarchitektur verstanden, bei der Prozessoren durch ihr Design so ausgelegt sind, dass 4 Bit gleichzeitig (Wortbreite) während eines Taktes verarbeitet werden können. Diese Festlegung schließt die externe und interne Gestaltung von Daten- und Adressbussen, die Ausführung des Registersatzes sowie der Recheneinheiten mit ein.

Prozessoren mit 4-Bit-Architektur wurden seit den 1970er Jahren u. a. für Taschenrechner verwendet, da sich in dieser Datengröße die Zahlen 0–15 binär und die Dezimalziffern 0–9 in BCD jeweils in einem Nibble (4 Bit) abbilden lassen.

4-Bit-Mikrocontroller kamen außerdem in zahlreichen Geräten der Haushaltstechnik und Unterhaltungselektronik für einfache Steuer- und Kontrollaufgaben zum Einsatz. Datenblätter belegen 4-Bit-Familien mit integrierten LCD-Treibern, Timern und zahlreichen digitalen Ein-/Ausgängen, die speziell für solche Anwendungen vorgesehen sind.

  1. Binary-coded decimal – Overview. In: ScienceDirect Topics. Abgerufen am 13. Oktober 2025 (englisch).
  2. TMS 1000 Series Data Manual. (PDF) In: Texas Instruments. Dezember 1976, abgerufen am 13. Oktober 2025 (englisch).
  3. NEC 4-bit Microcontrollers – 75X Series. (PDF) In: NEC (Übersicht). Abgerufen am 13. Oktober 2025 (englisch).
  4. Sharp Microcomputers Data Book. (PDF) In: Sharp. 1990, abgerufen am 13. Oktober 2025 (englisch).