Abszess

Klassifikation nach ICD-10
L02.- Hautabszess, Furunkel und Karbunkel
L02.0 Hautabszess, Furunkel und Karbunkel im Gesicht
L02.1 Hautabszess, Furunkel und Karbunkel am Hals
L02.2 Hautabszess, Furunkel und Karbunkel am Rumpf
L02.3 Hautabszess, Furunkel und Karbunkel am Gesäß
L02.4 Hautabszess, Furunkel und Karbunkel an Extremitäten
L02.8 Hautabszess, Furunkel und Karbunkel an sonstigen Lokalisationen
L02.9 Hautabszess, Furunkel und Karbunkel, nicht näher bezeichnet
L73.2 Hidradenitis suppurativa
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 05
Klassifikation nach ICD-11
1B75.3 Eitriger Hautabszess
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Ein Abszess (veraltet Abszeß) ist eine (umschriebene) Eiteransammlung (früher auch Apostem und lateinisch apostema genannt) in einer nicht präformierten Körperhöhle, die durch entzündliche Gewebseinschmelzung entsteht. Die Einschmelzung des Gewebes wird als Abszedierung bezeichnet (im Falle einer Lungentuberkulose auch als „Kavernisierung“).

Als hämorrhagischer Abszess wird ein bluthaltiger Eiterherd bezeichnet.

Der subphrenische Abszess (unter dem Zwerchfell gelegen), der perityphlitische Abszess (neben dem Wurmfortsatz gelegen) und der Douglasabszess sind pathologisch gesehen (im Gegensatz zu intraabdominellen Abszessen) keine Abszesse, sondern abgekapselte Empyeme in der Bauchhöhle.

  1. Vgl. Max Höfler: Deutsches Krankheitsnamen-Buch. München 1899, und Gundolf Keil Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 354 (Apostem n.: „in Höhlen abgeschlossene Eiteransammlung, Abszeß […]“) und 472 (swere: „geschwüriger Zerfall einer Gewebsneubildung“, „Geschwür“, apostema)