Achsel

Mit Achsel bezeichnet man sowohl die Schulter als auch die Achselhöhle. Etymologisch geht das Wort auf mittelhochdeutsch ahsel, althochdeutsch ahsla zurück und beruht wie das Wort Achse auf einer alten indogermanischen Bildung zu der Verbalwurzel *ag̑- mit der Bedeutung „(mit geschwungenen Armen) treiben, in Bewegung setzen, führen“. Die Achsel ist demnach als „Treiber, Antreiber“ benannt, als der Körperteil bzw. die Stelle, an dem die beweglichen Arme angebracht sind und sich der Oberarm an der Schulter dreht. Ähnlich wie im Falle des lateinischen Worts ala (von älterem *agsla) für „Flügel“ oder „Ruder“ geht das germanische Wort auf eine Verkleinerungsbildung *ahslō zurück. Es gibt in der deutschen Sprache die Redewendung mit den Schultern zucken bzw. mit den Achseln zucken (siehe Achselzucken).

  1. Jörg Riecke: Duden, das Herkunftswörterbuch Etymologie der deutschen Sprache. 5., neu bearbeitete Auflage. Berlin 2014, ISBN 978-3-411-04075-9, S. 102.