Additiver und divisiver Rhythmus

In der Musik bezeichnen divisiv und additiv verschiedene Arten von Rhythmus und Metrum, deren Gruppierung und Aufbau. Die Begriffe erscheinen erstmals in Curt Sachs’ Buch Rhythm and Tempo 1953.

Ein divisiver Rhythmus ist ein Rhythmus, in dem dessen Notenwerte geteilt werden in kleinere Notenwerte oder umgekehrt vergrößert in längere Notenwerte, während der gesamte Rhythmus gleich lang bleibt.

Im Gegensatz wird beim additiven Rhythmus (metrisch) konstruiert, indem kleinere Rhythmen unterschiedlicher Länge aneinandergehängt werden, so wie beispielsweise ein 44-Takt durch das Aneinanderhängen eines 38-, eines 28- und eines 38-Taktes entsteht.

Die Begriffe finden in musikethnologischer Forschung und Theorie ihren Gebrauch, insbesondere in derjenigen zu afrikanischer Rhythmik.

  1. Historischer Hintergrund (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2024. Suche im Internet Archive )
  1. Diskussionen, ob ein Rhythmus eher additiv oder divisiv ist, sind müßig, da es theoretische Begriffe sind und sie im praktischen Musizieren zusammen zur Geltung kommen.