Afrofuturismus
Afrofuturismus ist eine literarische und kulturelle Ästhetik, welche Elemente aus Science-Fiction, historischen Romanen, Fantasy, Afrozentrizität und magischem Realismus mit nichtwestlichen Kosmologien kombiniert, um nicht nur heutige Dilemmata von People of Color zu kritisieren, sondern auch um historische Ereignisse aus der Vergangenheit zu bearbeiten, zu befragen und erneut zu prüfen. Der Begriff wurde 1993 von Mark Dery in seinem Essay Black to the Future geprägt. Afrofuturismus adressiert Themen und Anliegen der Afrikanischen Diaspora durch eine technokulturelle und von Science-Fiction geprägte Sicht und umfasst eine Reihe von Medien und Künstlern, die ein Interesse an der Vergegenwärtigung von dunklen Zukünften, welche sich von afrodiasporischen Erfahrungen ableiten, teilen. Als einflussreiche afrofuturistische Werke gewertet werden die Romane von Samuel R. Delany und Octavia Butler; die Gemälde von Jean-Michel Basquiat und die Fotografien von Renée Cox; sowie die Musik von Parliament-Funkadelic, der Jonzun Crew, Warp 9 und Sun Ra.
- ↑ Lisa Yaszek: Afrofuturism, science fiction, and the history of the future. In: Socialism and Democracy. Band 20, Nr. 3, November 2006, S. 41–60, doi:10.1080/08854300600950236 (englisch). NB: Open Access version also available
- ↑ Calls for Papers: Afro-Futurism. In: Callaloo. Band 26, Nr. 3, 2003, ISSN 1080-6512, S. 932–934, doi:10.1353/cal.2003.0081 (englisch, Online [abgerufen am 26. März 2014]).