Agraphie

Klassifikation nach ICD-11
6A03.1 Lernentwicklungsstörung mit Beeinträchtigung im schriftlichen Ausdruck
MB4B.3 Agraphie
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Der Ausdruck Agraphie (auch Agrafie) bezeichnet die Unfähigkeit, zu buchstabieren oder Wörter und Texte zu schreiben, obgleich die dafür notwendige Beweglichkeit der Hand (Motorik) und der Intellekt vorhanden sind. Die Dysgraphie (Dysgrafie) ist eine Schreibstörung im Sinne einer leichten Agraphie. Sie gliedert sich in Entwicklungsdysgraphie, bei der es zu Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechtschreibens kommt, und in erworbene Dysgraphie. Hierbei handelt es sich um eine Störung des Schreibens nach vollendetem Spracherwerb.

Die Störung findet sich in der International Classification of Disablities (ICD-10) wieder. Sie wird mit dem Code R48.8 (Sonstige und nicht näher bezeichnete Werkzeugstörungen inklusive Agraphie und Akalkulie) gekennzeichnet.

Der Begriff Agraphia wurde 1869 von John William Ogle (1824–1905) geprägt.

  1. Roche Lexikon Medizin. 5. Auflage. Elsevier, Urban & Fischer Verlag, München 2003, ISBN 3-437-15072-3 (gesundheit.de Stichwort: Agraphie, Dysgraphie). – auch hier (Memento des Originals vom 9. Januar 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. verfügbar
  2. Sylvia Costard: Störungen der Schriftsprache: Modellgeleitete Diagnostik und Therapie. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-13-166552-2.
  3. ICD-10 (Bmgf). (PDF) 2017, abgerufen am 25. September 2018.