Agrarpublizistik

Die Agrarpublizistik bezeichnet einerseits landwirtschaftsbezogene Öffentlichkeitsarbeit sowie andererseits deren wissenschaftliche Analyse.

Als praktische Tätigkeit thematisiert sie z. B. biologische und konventionelle Pflanzen- und Tierproduktion, nachwachsende Rohstoffe, Lebensmittelwertschöpfungsketten, die landwirtschaftliche Interessensvertretung, Agrarpolitik, Agrarmärkte, bäuerliche Volkskultur, den ländlichen Raum, Verbraucherschutz, Agrartourismus, Landtechnik, Bauern und ihre ökonomische, kulturelle und soziale Lage.

Sie kombiniert in der Regel wirtschaftlich-politische, sozial-kulturelle und ökologisch-technische Inhalte.

Zu den Zielen der Agrarpublizistik können u. a. Information, Unterhaltung, Beeinflussung öffentlicher Meinung, kommerzieller Gewinn und Imagepflege gehören.

Die Agrarpublizistik als Wissenschaft analysiert landwirtschaftsbezogene Veröffentlichungen unter anderem hinsichtlich Inhalt, Zielen, Urheberschaft, Organisationsstruktur, geschichtlicher Entwicklung, Sprache, Wirkung, Verbreitung sowie deren Reichweite und Publikum. Des Weiteren trachtet die Agrarpublizistik danach Wechselwirkungen zwischen den genannten Phänomenen sowie ökonomischen, sozialen und anderen Faktoren zu erklären.