Ahmed Bouchiki

Ahmed Bouchiki (arabisch أحمد بوشيخي, DMG Aḥmad Būšaiḫī; * 13. April 1943; † 21. Juli 1973 in Lillehammer) war ein in Algerien geborener Marokkaner, der ab 1965 in Norwegen lebte und arbeitete. Bouchiki wurde aufgrund einer Verwechslung vom israelischen Geheimdienst ermordet. Dies geschah im Zuge der Vergeltungsaktionen der Mossad-Einheit Caesarea für die Geiselnahme und Ermordung israelischer Sportler bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Bouchiki wurde von Agenten dieser Sondereinheit mit einem der damaligen Attentäter verwechselt und am 21. Juli 1973 von ihnen erschossen (Lillehammer-Affäre). Ahmed Bouchiki war ab 1972 mit der Norwegerin Torill Bouchiki verheiratet. Er war der Bruder von Chico Bouchikhi, einem bekannten Musiker und Mitbegründer der Gipsy Kings.

  1. Klein, Aaron J.: Striking Back. The 1972 Munich Olympics Massacre and Israel’s Deadly Response; New York, Random House, Inc., 2005. ISBN 1-4000-6427-9. Die Information, dass die Vergeltungsmaßnahmen durch eine Sondereinheit mit dem Namen Caesarea durchgeführt wurden, stammt aus Kleins Buch, gilt aber inzwischen als gesichert. Allerdings soll Caesarea in den 1970ern reorganisiert und in die Abteilung Kidon des Mossad eingegliedert worden sein.
  2. Duncan, Stéphanie: Espions, une histoire vraie. Kapitel: Mike Harari. France Inter/Éditions Tallandier, Paris 2022, ISBN 979-1-02105452-3, S. 30–39, hier S. 36.