Aikidō

Aikidō [aɪ̯ˈkiːdo] (japanisch 合気道 oder 合氣道) ist eine betont defensive moderne japanische Kampfkunst. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Ueshiba Morihei als Synthese unterschiedlicher Budō-Disziplinen entwickelt, insbesondere aus dem Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu. Die Aikidō-Praktizierenden bezeichnet man als Aikidōka.

Ziel des Aikidōs ist es, einem Angriff dadurch zu begegnen, dass man die Angriffskraft leitet (Abwehr) und es dem Gegner unmöglich macht, seinen Angriff fortzuführen (Absicherung). Dies geschieht insbesondere durch Wurf- (nage waza) und Haltetechniken (osae waza oder katame waza). Der friedlichen geistigen Haltung des Aikidō entsprechend geschieht dies ohne Absicht zum Gegenangriff, sondern vorwiegend durch die Einnahme einer günstigen Position und ständige Kontrolle des Kontakts mit dem Gegner. Zur Übung werden Angriffs- und Verteidigungsformen aus der Menge standardisierter Aikidō-Techniken vorher ausgewählt und, einer vorgegebenen Form folgend, ausgeführt. Mit zunehmendem Fortschritt der Ausbildung kommen auch die freieren Übungsformen Jiju-waza, Jiyu-waza und Randori vor. Es folgt damit dem japanischen Sprichwort: „Trete [sic!] durch die Form ein, und trete [sic!] aus der Form heraus.“

  1. „Aikido“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, abgerufen am 9. November 2024.
  2. Stichwort Aikido bei Duden online, abgerufen am 9. November 2024.
  3. Kisshōmaru Ueshiba, Der Geist des Aikidō, Werner Kristkeitz Verlag, Heidelberg, 1993, S. 113–114
  4. Randori. Washington Aiki Association, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. November 2015; abgerufen am 24. Juli 2015 (englisch).
  5. Kisshōmaru Ueshiba, Der Geist des Aikidō, Werner Kristkeitz Verlag, Heidelberg, 1993, S. 133 u .S. 133–134