Akıncı

Ein Akıncı, dt. Akindschi (auch Aqindji oder Akyndschy, osmanisch آقنجى İA Aḳıncı, deutsch Stürmer, Sturmreiter, im deutschsprachigen Schrifttum Renner und Brenner), war ein Angehöriger irregulärer – also meist unbesoldeter und sich durch Raub und Sklavenhandel finanzierender Reitertruppen der Osmanen.

  1. 1 2 Ernst Werner, Walter Markov: Geschichte der Türken - Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Seiten 23f und 53. Akademie-Verlag, Berlin 1978
  2. Die Übersetzung aus dem modernen Türkisch wäre Plünderer, Streifzügler. Im Glossar von tuerkenbeute.de (Memento vom 29. November 2011 im Internet Archive) wird das Wort als osm.-türk. Stürmer, Sturmreiter angegeben. Treffend wäre auch das von akın = Strom abzuleitende Stromer, was dem Streifzügler entspräche. Stürmer kann als indirekt abgeleitet von akın = Andrang (Synonym für militärisch Sturm) gesehen werden. Sie werden in deutschen Quellen auch als Renner und Brenner sowie als Säckmann bezeichnet und waren im 15. und 16. Jahrhundert Teil der irregulären türkischen Reiterei. Da Akıncı letztlich ein militärischer Begriff ist, wird hier der Lösung des Glossars der Vorzug gegeben.
  3. Gereon Sievernich, Hendrik Budde: Europa und der Orient 800-1900, Seite 262. Bertelsmann Lexikon Verlag, Berlin 1989