Aktionsbündnis gegen Studiengebühren

Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) entstand im April 1999, als Protest gegen die mangelnde Entschlossenheit der damaligen rot-grünen Bundesregierung Deutschlands, ihr Wahlversprechen eines bundeseinheitlichen Studiengebührenverbotes in die Tat umzusetzen Programmatische Grundlage des ABS ist der „Krefelder Aufruf“, der auf grundsätzlicher Ebene für eine umfassende Gebührenfreiheit des Hochschulstudiums eintritt. Hierin heißt es u. a.:

„Studiengebühren sind aus gesellschafts-, sozial- und bildungspolitischen Gründen abzulehnen. Sie lösen kein einziges Problem, sondern verschärfen die Krise des Bildungssystems.“

Nach eigenen Angaben haben sich über 300 Organisationen durch Unterzeichnung des Krefelder Aufrufs dem ABS angeschlossen, darunter befinden sich viele Studierendenvertretungen als Einzelmitglieder, sowie der studentische Dachverband fzs. Das ABS ist ein breites gesellschaftliches Bündnis, ihm gehören unter anderem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), politische Jugend- und Hochschulorganisationen (z. B. Juso-Hochschulgruppen, Campusgrün, Bündnis linker und radikaldemokratischer Hochschulgruppen), der Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi), das Bundesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt, die Evangelische Studierendengemeinde und als Einzelpersonen eine Reihe von Wissenschaftlern an.

Auf der Vollversammlung im Sommer 2006 beschloss das Bündnis mit der „Hattinger Erklärung“ eine Reaktion auf die Einführung von Studiengebühren in mehreren Bundesländern. Dieses Grundsatzpapier bekräftigt die Position und das Eintreten gegen jede Form eines gebührenfinanzierten Studiums.

  1. Über uns – Aktionsbündnis gegen Bildungs- und Studiengebühren. Abgerufen am 21. Januar 2025.
  2. Krefelder Aufruf – Aktionsbündnis gegen Bildungs- und Studiengebühren. Abgerufen am 21. Januar 2025.
  3. Über uns – Aktionsbündnis gegen Bildungs- und Studiengebühren. Abgerufen am 21. Januar 2025.
  4. Hattinger Erklärung – Aktionsbündnis gegen Bildungs- und Studiengebühren. Abgerufen am 21. Januar 2025.