al-ʿUzzā
Al-'Uzzā (arabisch العزى, DMG al-ʿUzzā ‚die Mächtigste‘; etymologisch verwandt mit „Aziz“, von arabisch عزیز, DMG ʿazīz ‚mächtig, lieb, teuer‘) war die altarabische Göttin des Morgensterns Venus. Sie war in vorislamischer Zeit neben al-Lāt und al-Manat eine der drei in Mekka verehrten Hauptgottheiten. Ihr Sitz wurde in einem roten Stein angenommen und bei Wallfahrten wurden ihr Weihegeschenke und Schlachtopfer dargebracht. Mohammed bekämpfte den Kult der Göttin als Unglauben und ließ durch seinen Feldherrn Chālid ibn al-Walīd das Heiligtum der al-Uzza, in dem sich nach einigen Überlieferungen auch ein Orakel befunden haben soll, nach der Eroberung Mekkas zerstören.
- ↑ Hans Jansen: Mohammed. Eine Biographie. (2005/2007) Aus dem Niederländischen von Marlene Müller-Haas. C.H. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-56858-9, S. 182 und 184 f.