Al-Assad (Familie)

Die Familie al-Assad oder Asad (arabisch الأسد, DMG al-asad ‚der Löwe‘) herrschte in Syrien, seit Hafiz al-Assad 1971 syrischer Präsident wurde und einen autoritären Staat unter Kontrolle der Baath-Partei errichtete. Nach seinem Tod im Jahr 2000 folgte ihm sein Sohn Baschar, der bis zu seinem Sturz im Dezember 2024 amtierte.

Die al-Assads stammen aus Qardaha im Nordwesten Syriens und gehören dem alawitischen Kalabiyya-Stamm an. Der Name „Assad“ geht auf Ali Sulayman (1875–1963) zurück, der 1927 seinen Nachnamen änderte, was vermutlich im Zusammenhang mit seinem sozialen Prestige als lokaler „Richter“ und seinen politischen Aktivitäten steht. Alle heutigen Angehörigen der Familie al-Assad gehen auf ihn und seine zweite Ehefrau Naissa zurück, die aus einem Dorf im Alawitengebirge stammte.

Politikwissenschaftler charakterisierten die Regierungsform der Familie über Syrien als Diktatur.

  1. Christoph Leonhardt: Syrien nach Assads Sturz: Zwischen Hoffnung und Ungewissheit. In: ThePioneer. 12. Dezember 2024, abgerufen am 12. Juni 2024.
  2. Christoph Leonhardt: Religion und Gewalt in Syrien. Legitimierung und Mobilisierung unter der Assad-Dynastie (1970–2020), in: Konfrontation und Kooperation im Vorderen Orient 19, Münster 2024, S. 91, ISBN 978-3-643-25119-0 Religion und Gewalt in Syrien. In: lit-verlag.de. Abgerufen am 2. Juli 2025.
  3. Martin Stäheli: Die syrische Außenpolitik unter Hafiz Assad, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-515-07867-3; S. 40
  4. Raymond Hinnebusch: Syria: from ‘authoritarian upgrading’ to revolution? In: International Affairs. Band 88, Nr. 1, 1. Januar 2012, ISSN 0020-5850, S. 95–113, doi:10.1111/j.1468-2346.2012.01059.x (oup.com [abgerufen am 21. April 2020]).
  5. Authoritarian Apprehensions. (uchicago.edu [abgerufen am 21. April 2020]).
  6. Weeks, Jessica: Dictators at War and Peace. C. p. 18. Hrsg.: Cornell University Press. S. 18.
  7. Susanne Michalik: Measuring Authoritarian Regimes with Multiparty Elections. In: Multiparty Elections in Authoritarian Regimes: Explaining their Introduction and Effects (= Studien zur Neuen Politischen Ökonomie). Springer Fachmedien, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-09511-6, S. 33–45, doi:10.1007/978-3-658-09511-6_3.