Alasch Orda

Alasch Orda (kasach. Алаш Орда/Alaş Orda) war die Bezeichnung der „Kirgisischen Autonomie“ innerhalb Russlands, die vom 13. Dezember 1917 bis zum 26. August 1920 bestand. Zur Hauptstadt der Alasch Orda wurde das ostkasachische Alash-qala bestimmt. Der Alasch-Orda-Staat wurde von Großbritannien unterstützt und lehnte die Machtansprüche der späteren KPdSU über das kasachisch-kirgisische Gebiet ebenso ab wie die im November 1917 ausgerufene Kokander Autonomie.

  1. Diese Autonomie umfasste sowohl Kasachen als auch Kirgisen. Beide Nationen wurden damals einheitlich unter dem Namen „Kirgisen“ summiert. Die Kasachen umfassten die „Kasak-Kirgisen“ und galten als Steppenbewohner, während die Kirgisen als „Kara-Kirgisen“ bezeichnet und als Bergbewohner angesehen wurden.
  2. Thomas Kunze: Zentralasien: Kasachstan, Kigistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan. Porträt einer Region, S. 102. Google Books, abgerufen am: 26. August 2024.