Albvorlandtunnel

Albvorlandtunnel
Verkehrsverbindung Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm
Länge 8174 m
Anzahl der Röhren 2
Bau
Bauherr DB Projekt Stuttgart–Ulm
Baubeginn 2016
Fertigstellung Mitte 2019
Betrieb
Betreiber DB InfraGO
Freigabe Nordröhre: 11. Dezember 2022
Südröhre: vsl. 2026
Lagekarte
Koordinaten
Westportal 48° 39′ 43,3″ N,  22′ 21,8″ O
Ostportal 48° 37′ 47,6″ N,  28′ 10,5″ O

Der Albvorlandtunnel ist ein 8.174 m (Streckenkilometer 30,168 bis 38,342) langer Eisenbahntunnel der Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm in Baden-Württemberg. Er unterfährt unter anderem den Stadtteil Lindorf der Stadt Kirchheim unter Teck sowie die Bundesautobahn 8 mit der Anschlussstelle Kirchheim-Ost im Bereich des Gewerbegebietes Dettingen unter Teck. Das Bauwerk zählt zum 11 km langen Planfeststellungsabschnitt 2.1a/b der Neubaustrecke. Der durchgehend mit 250 km/h befahrbare Tunnel ist einer der 10 längsten Eisenbahntunnel Deutschlands. Unweit westlich des Tunnels schließt sich die in Bau befindliche Schnellfahrstrecke Stuttgart–Wendlingen an, über die Nordröhre wird außerdem die Güterzuganbindung erreicht.

Die Nordröhre mit Anschluss an die Güterzuganbindung wurde im Dezember 2022 eröffnet und wird von Personenzügen in beiden Richtungen befahren. Der Vollbetrieb in beiden Röhren soll Dezember 2026 mit der Eröffnung der Schnellfahrstrecke Stuttgart–Wendlingen beginnen.

Eine Überleitstelle für Züge, die von der Güterzuganbindung auf das Richtungsgleis nach Ulm fahren, war ursprünglich im westlichen Bereich des Tunnels vorgesehen. Aus Brandschutzgründen wurde eine Verbindung zwischen den beiden Röhren nicht realisiert, sondern stattdessen die Überleitstelle hinter dem östlichen Tunnelportal errichtet.

  1. Bahnprojekt Stuttgart–Ulm: Echtzeit Führerstandsmitfahrt im ICE-S der Deutschen Bahn auf der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm (ab 0:01:46) auf YouTube, abgerufen am 23. Mai 2022.
  2. 24 Stunden am Tag wird gebaut. (Memento vom 22. August 2017 im Internet Archive) In: Der Teckbote, 14. Mai 2009.
  3. 550 Einwände gegen das Projekt. In: Stuttgarter Zeitung, 17. Januar 2010.