Allgemeiner Faktor der Intelligenz

Der Allgemeine Faktor der Intelligenz (auch Generalfaktor der Intelligenz oder g-Faktor der Intelligenz) beruht auf der statistischen Beobachtung, dass in vielen Intelligenzleistungen mehr oder weniger stark ein allgemeiner Intelligenzfaktor mitwirkt. Dies rechtfertigt es, vereinfachend von „der“ Intelligenz zu sprechen.

Mit keinem anderen psychologischen Konstrukt kann die Berufsleistung so genau vorhergesagt werden wie mit dem g-Faktor. Allerdings stellt er nur einen groben Orientierungswert für das Intelligenzprofil einer Person dar. Bei differenzierterer Betrachtung, wie es z. B. die Berufsberatung oder Neuropsychologie erfordern, ist es oft sinnvoll, die Ausprägungen spezifischer Intelligenzfaktoren zu unterscheiden.

Die Vorstellung von einer allgemeinen geistigen Fähigkeit, die sich in einem einzigen Intelligenzwert ausdrücken lässt, war seit Beginn der Intelligenzforschung umstritten. Das war schon in den Forschungen von Charles Spearman zur Zweifaktorentheorie der Intelligenz der Fall.

  1. Talent or Practice – What Matters More? (Memento des Originals vom 4. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf: creativitypost.com, abgerufen am 5. Mai 2016.
  2. David G. Myers, S. Hoppe-Graff, B. Keller: Psychologie. 2., erw. u. aktualisierte Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-79032-7, S. 469.