Altneubau
Als Altneubauten bezeichnet man zwischen 1950 und etwa 1965 neuerrichtete mehrgeschossige Wohnhäuser in vielen Orten der DDR. Sie waren die ersten Objekte des staatlichen Wohnungsbaus in der DDR und wurden noch in der Stein-auf-Stein-Bauweise oder großformatigen Blöcken (beispielsweise Q3A-Bauweise) und nicht aus industriell gefertigten Fertigteilen errichtet. Äußeres Unterscheidungsmerkmal zu Plattenbauten, die erst später entstanden, ist die niedrigere Gebäudehöhe von bis zu vier Geschossen (Plattenbauweise: meist fünf oder sechs, in größeren Städten auch mehr) sowie das Satteldach (Plattenbau: Flachdach). Jedoch wurden Altneubauten bereits als Wohnblocks mit mehreren Treppenhäusern (wie später die Plattenbauten) errichtet. Teilweise wurden die Altneubau-Siedlungen auch durch Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften errichtet.
- ↑ Willibald Mannes, Franz-Josef Lips-Ambs: Dachkonstruktionen in Holz, Deutsche Verlags-Anstalt 1981, ISBN 3-421-02572-X
- ↑ Rüdiger Wormuth, Klaus-Jürgen Schneider: Baulexikon, Verlag Bauwerk, 2. erweiterte Auflage 2007, ISBN 978-3-446-40472-4