Altsüdarabische Sprachen

Altsüdarabisch

Gesprochen in

heutiger Jemen, Oman, Saudi-Arabien, Äthiopien, Eritrea
Sprecher (ausgestorben)
Linguistische
Klassifikation
Offizieller Status
Amtssprache in (ausgestorben)

Die altsüdarabischen Sprachen (veraltet Himjarische Sprache, auch Sayhadisch) sind eine Gruppe ausgestorbener Sprachen, die vom 9. Jahrhundert v. Chr. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr. im Süden der arabischen Halbinsel, vor allem im Jemen, überliefert sind. Sie gehören zu den semitischen Sprachen. Das Altsüdarabische wurde im frühen 7. Jahrhundert offenbar mit der Einführung des Islams im Jahre 630 vom Arabischen verdrängt; die letzte datierte Inschrift stammt aber schon aus dem Jahr 669 der himjarischen Ära (etwa 554 n. Chr.). Es ist möglich, dass das Altsüdarabische als gesprochene Sprache schon im 4. Jahrhundert n. Chr. ausstarb. Das Altsüdarabische ist kein Vorgänger der neusüdarabischen Sprachen.

  1. Christian Robin: Südarabien – eine Kultur der Schrift. In: Wilfried Seipel (Hrsg.): Jemen – Kunst und Archäologie im Land der Königin von Saba. Mailand 1998, ISBN 3-900325-87-4, S. 79 ff.