Amphidromie
Als Amphidromie (auch Amphidrom, von altgriechisch ἀμφίδρομος amphídromos „umlaufend“) bezeichnet man den im Rahmen der Tiden (niederdeutsch für Gezeiten) auftretenden Lauf der Tidenwellen in einem Meeresbecken um einen Punkt herum. An solchen ortsfesten amphidromischen Punkten tritt kein Tidenhub auf. Die Tidenwellen laufen im oder gegen den Uhrzeigersinn um den jeweiligen amphidromischen Punkt herum. In Karten erkennt man diese Orte daran, dass dort die Phasenlinien (Linien gleicher Phase) sternförmig von einem Punkt ausgehen.
Häufig bezeichnet man Tidenwellen auch mit ihrem Synonym als „Gezeitenwellen“. Da dieser Begriff in einem anderen Artikel jedoch im Zusammenhang mit dem speziellen lokalen Phänomen des Eindringens von Tidenwellen in Flussläufe verwendet wird (siehe Gezeitenwelle), wird in dem vorliegenden Artikel für das zu beschreibende globale Phänomen ausschließlich der Begriff der „Tidenwelle“ verwendet.
- ↑ Ocean Tides and Magnetic Fields NASA Visualization Studio, 30. Dezember 2016.