Amtsgericht Berchtesgaden

Das Amtsgericht Berchtesgaden wurde im Zuge der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes im Jahre 1879 errichtet. Sein Vorgänger war das 1811 konstituierte Landgericht Berchtesgaden. Der Gerichtssprengel des Land- bzw. Amtsgerichts Berchtesgaden lag im Südteil des 1862 gebildeten Bezirksamts Berchtesgaden bzw. (nach seiner Umbenennung 1939) des Landkreises Berchtesgaden.

Aufgrund der Gebietsreform in Bayern trat am 1. Juli 1973 das Gesetz über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern (GerOrgG) vom 25. April 1973 (GVBl S. 189) in Kraft. Das Amtsgericht Berchtesgaden wurde gemeinsam mit dem Amtsgericht Bad Reichenhall aufgelöst und deren Gerichtsbezirke an das Amtsgericht Laufen übertragen, so dass sich dessen Zuständigkeitsbereich seither über den 1972 gebildeten Landkreis Berchtesgadener Land erstreckt.

Seinen Sitz hatte das Amtsgericht Berchtesgaden anfangs gemeinsam mit dem Bezirksamt Berchtesgaden im ehemaligen Hofrichterhaus und ab 1868 bis zu seiner Auflösung in einem Teilbereich des Franziskanerklosters in Berchtesgaden.

  1. Königlich Allerhöchste Verordnung, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend. Vom 2. April 1879 (GVBl. Nr. 19/1879, S. 362)
  2. Königlich Baierisches Regierungsblatt 1811, Sp. 54
  3. Link (vgl. Art. 6 Nr. 41)
  4. Hellmut Schöner (Hrsg.), A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1973, S. 6–8.