An Essay on Man

An Essay on Man (deutsch Vom Menschen bzw. Der Mensch: Ein Philosophisches Gedichte, auch Der Versuch vom Menschen) ist ein 1734 veröffentlichtes Gedicht von Alexander Pope. Die deutsche Übersetzung von Barthold Heinrich Brockes erschien erstmals 1740. Es handelt sich dabei um einen rationalistischen Versuch, die Philosophie zu nutzen, um „die Wege Gottes zum Menschen zu rechtfertigen“ ("to vindicate the ways of God to man", 1.16), eine Abwandlung von John Miltons Forderung nach einer Rechtfertigung ebendieser Wege in seinem Gedicht Paradise Lost ("justify the ways of God to man", 1.26). Das Gedicht beschäftigt sich mit der Rolle des Bösen in der Welt und mit dem Rang in der natürlichen Ordnung, den Gott dem Menschen zugewiesen hat. Weil der Mensch die Absichten Gottes nicht wissen kann, kann er sich auch nicht über seine Stellung auf der „Leiter des Lebens“ (engl. "Great Chain of Being", 11.33–34) im Klaren sein und muss akzeptieren, dass „was auch immer ist, richtig ist“:

'Whatever is, is right.'

Alexander Pope: An essay on Man, Epistle I, 294

Mehr als jedes andere Werk machte An Essay on Man die optimistische Philosophie in England und dem Rest Europas bekannt. Die Popesche Optimismusformel wurde 1759 von Voltaire in seinem Roman Candide ou l’Optimisme verspottet.

  1. An Essay on Man – Wikisource
  2. Candide, or Optimism. Kritik von Burton Raffel, engl. Übersetzung durch Yale University Press.