Schmerzunempfindlichkeit

Klassifikation nach ICD-11
MB40.8 Analgesie
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Schmerzunempfindlichkeit (auch Analgesie oder Analgie; von altgriechisch ἄλγος álgos ‚Schmerz‘, mit verneinendem Alpha privativum ‚kein Schmerz‘, ‚Schmerzlosigkeit‘) wird in der Medizin durch Ausschalten der Schmerzempfindung herbeigeführt oder ist ein krankhaftes Fehlen von Schmerzen. Die Schmerzausschaltung geschieht im Sinne einer Schmerztherapie durch Verringerung oder Unterbrechung der Erregungsleitung oder durch Gabe von Medikamenten (bei Verwendung von Analgetika und Sedativa zusammen in der Analgosedierung). Der Begriff Analgesie wird teilweise synonym zur ebenfalls eine Antinozizeption anstrebenden Anästhesie verwendet. Während bei dieser jedoch sämtliche Empfindungen ausgeschaltet werden, bleiben die Berührungsempfindlichkeit, der Lagesinn und das Temperaturempfinden unter Analgesie (Aufhebung der Schmerzempfindung, Schmerzlosigkeit) erhalten.

  1. Vgl. Hans Anton Adams, Eberhard Kochs, Claude Krier: Heutige Anästhesieverfahren – Versuch einer Systematik. In: Anästhesiologie Intensivmedizin Notfallmedizin Schmerztherapie. 36. Jahrgang, Nr. 5, Mai 2001, S. 262–267.