Anatta

Anatta (Pali) oder Anātman (Sanskrit अनात्मन् IAST anātman, deutsch „Nicht-Selbst“, „Nicht-Ich“ oder auch „Unpersönlichkeit“) ist ein Schlüsselbegriff der buddhistischen Lehre. Damit ist grob gemeint, dass keine Existenz ein festes, unveränderliches und unabhängiges Selbst hat. Mit der Anatta-Lehre positionierte sich Buddha gegen die Ātman-Lehre hinduistischer Prägung, oder zumindest gewisse Interpretationen davon. In der buddhistischen Lehre bildet Anatta zusammen mit dukkha und anicca die drei Daseinsmerkmale der bedingten Existenz.

  1. Zu verschiedenen Deutungsmöglichkeiten der hinduistischen Position vgl. Werner Scholz: Hinduismus. Ein Schnellkurs. Dumont, Köln 2008, ISBN 978-3-8321-9070-5, S. 47.
  2. Nguyen Quy Hoang: The Doctrine of Not-self (anattā) in Early Buddhism. International Review of Social Research 2019; 9(1): 18–27, auf archive.sciendo.com