Andrea B. Schmidt
Andrea Barbara Schmidt (* 1959 in Hamburg) ist eine deutsche Orientalistin und Spezialistin für die Kulturen des Christlichen Orients.
Schmidt studierte von 1979 bis 1984 Orientalistik und Theologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Universität Wien sowie in Venedig und Rom. Im Jahr 1984 erlangte sie als Studienabschluss den Magister in Tübingen mit einer Abschlussarbeit zur Rezeption des Konzils von Chalcedon in Armenien. In den folgenden Jahren war sie unter anderem beim Tübinger Atlas des Vorderen Orients und beim italienischen Istituto Nazionale di Geofisica angestellt und erarbeitete ihre Dissertation zu armenischen Begräbnisritualen. Dafür wurde sie 1987 bis 1989 durch die Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Mit der Arbeit wurde sie 1990 an der Universität Osnabrück zur Dr. phil. promoviert. Von 1991 bis 1994 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen. Zum Oktober 1994 wurde sie an die Université catholique de Louvain berufen, wo sie zunächst Professeur adjoint, später bis zu ihrer Emeritierung ordentliche Professorin für die Geschichte und Philologie des Christlichen Orients war.
Andrea B. Schmidt befasst sich hauptsächlich mit der georgischen, der armenischen und der syrischen Kultur. So hat sie einen Band mit der syrischen Übersetzung von zwei Reden des Gregor von Nazianz im Corpus Christianorum herausgegeben. Sie ist Herausgeberin der Fachzeitschrift Le Muséon und des Editionsprojektes Corpus Scriptorum Christianorum Orientalium.