Animismus (Psychosomatik)
Animismus ist ein neuzeitlicher, um 1780 in Frankreich als Bezeichnung für die Anima-Lehre von Georg Ernst Stahl (1659–1734) eingeführter Begriff, nach dem unter Berücksichtigung des Leib-Seele-Problems alle Lebensvorgänge von einer unsterblichen, dem Menschen gleich gebildeten Seele geleistet werden. Der Begriff ist abgeleitet von lateinisch anima ‚Seele‘, ‚Atem‘, ‚Lufthauch‘, ‚Wind‘. Die anthropomorphe Theorie betrachtet die Seele als oberstes Prinzip des lebenden Organismus. Man kann diesen Begriff auch bis auf Aristoteles (um 384–322 v. Chr.) und die Vorsokratiker zurückführen. Aristoteles unterschied zwischen einer animalen und einer vegetativen Seele, siehe die auf ihn zurückgehende Schichtenlehre.
- ↑ Christa Habrich: Animismus. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 65 f.
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- ↑ Brockhaus, F.A.: Brockhaus-Enzyklopädie. Das große Fremdwörterbuch. Brockhaus Leipzig, Mannheim 192001, ISBN 3-7653-1270-3; Seite 102
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