Ankogel

Ankogel
Ankogel vom Auernig aus gesehen
Höhe 3252 m ü. A.
Lage Kärnten und Salzburg, Österreich
Gebirge Ankogelgruppe
Dominanz 6,34 km Großelendkopf
Schartenhöhe 578 m Großelendscharte
Koordinaten 47° 3′ 4″ N, 13° 14′ 55″ O
Gestein Amphibolit, Eklogit
Erstbesteigung 1762 durch den Bauern Mathias Rieser vom Patschghof in Böckstein
Normalweg Hochtour mit Kletterei (I+)

Der Ankogel ist mit einer Höhe von 3252 m ü. A. der namensgebende Berg der Ankogelgruppe – nicht aber deren höchste Erhebung (Hochalmspitze, 3360 m). Er liegt in der Nähe von Bad Gastein im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Salzburg. Sein Gipfel war ursprünglich 3263 m ü. A. hoch, ist aber bei einem Bergsturz in der Nacht vom 6. zum 7. Jänner 1932 abgebrochen.

Der Ankogel wurde als einer der ersten Gletschergipfel überhaupt, und als einer der ersten Dreitausender, bereits 1762 vom Tal des Anlaufbachs aus durch den Patschg-Bauern Mathias Rieser erstbestiegen. Allerdings wurde der Titlis (3238 m ü. M.) in der Zentralschweiz bereits 1739, spätestens aber 1744 vom Kloster Engelberg aus zum ersten male bestiegen - bei besserer Quellenlage.

Die erste touristische Ersteigung gelang Karl Thurwieser mit dem Jäger Chr. Ries am 17. Oktober 1822, wiederholt von Erzherzog Johann, Baron Herberts und mehreren Führern am 4. August 1826, beide Male in etwa über den heutigen Normalweg.

Von Mallnitz in Kärnten aus führt die Ankogelbahn auf eine Höhe von 2636 m.

  1. Clem Clements, Jonathan de Ferranti, Eberhard Jurgalski, Mark Trengove: The 3000 m SUMMITS of AUSTRIA – 242 peaks with at least 150 m of prominence, Oktober 2011, S. 18.
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Ankogel auf der Austrian Map online (Österreichische Karte 1:50.000).
  3. Die Wiege des Alpinismus. Vom Ankogel auf die Berge der Welt (Dokumentarfilm 2012)
  4. Liselotte Buchenauer, Peter Holl: Alpenvereinsführer Ankogel- und Goldberggruppe, Bergverlag Rudolf Rother, München 1986, ISBN 3-7633-1247-1