Anschlag von Buenos Aires 1994
Beim Bombenanschlag auf das AMIA-Gebäude am 18. Juli 1994 in Buenos Aires wurden 85 Menschen getötet und weitere 300 verletzt. Es war der schwerste Bombenanschlag in der Geschichte Argentiniens. Das Gebäude der Asociación Mutual Israelita Argentina, eine Zentrale der jüdischen Gemeinde in Argentinien, in welchem zahlreiche jüdische Organisationen und Vereine vertreten waren, wurde dabei völlig zerstört. Der Anschlag löste das umfassendste Ermittlungsverfahren der argentinischen Rechtsgeschichte aus.
Die Hintergründe für den Anschlag wurden nie vollständig geklärt. Das höchste argentinische Strafgericht machte im April 2024 den Iran und die Hisbollah-Miliz für den Anschlag verantwortlich. Das Urteil wurde so erwartet, wegen fehlender Beweise jedoch auch kritisiert. Der argentinischen Regierung und Justiz wird von Hinterbliebenen mangelndes Engagement bei der Aufklärung der Tat vorgeworfen.
- ↑ Argentinien entschädigt Opfer von 1994, Deutsche Welle, 30. April 2015, abgerufen am 18. Juli 2019.
- ↑ Michael Studemund-Halévy: Handbuch des Antisemitismus – Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Ereignisse, Dekrete, Kontroversen. Hrsg.: Wolfgang Benz. Band 4. De Gruyter Saur, Berlin 2011, ISBN 978-3-598-24076-8, S. 1 f.
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