António Egas Moniz
António Caetano de Abreu Freire Egas Moniz, genannt auch Egas Moniz, geboren als António Caetano de Abreu Freire de Resende (* 29. November 1874 in Avanca/Kreis Estarreja; † 13. Dezember 1955 in Lissabon), war ein portugiesischer Neurologe und Politiker. Er stellte 1927 erstmals am Lebenden die Hirngefäße röntgenologisch nach Füllung mit einem Kontrastmittel dar, begann 1935/1936 mit Leukotomien (Gehirnoperationen zur Therapie psychischer Störungen), womit er die Psychochirurgie begründete, und erhielt 1949 zusammen mit Walter Rudolf Hess den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin – Moniz „für die Entdeckung des therapeutischen Wertes der präfrontalen Leukotomie bei gewissen Psychosen“.
- ↑ Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 67.
- ↑ The Nobel Prize in Physiology or Medicine 1949. NobelPrize.org, abgerufen am 27. November 2006.
- ↑ Leander Diener: Gold für eine imaginäre trading zone. Die doppelte Vergabe des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 1949. In: Nils Hansson, Daniela Angetter-Pfeiffer (Hrsg.): Laureaten und Verlierer. Der Nobelpreis und die Hochschulmedizin in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vienna University Press, Göttingen 2021, ISBN 978-3-8470-1355-6, S. 47–65.